Ölpreise unter Druck: Erwartungen vor Trump-Putin-Gipfel in Alaska
Die Ölpreise haben am Freitag im Vorfeld des mit Spannung erwarteten Treffens der Präsidenten der USA und Russlands nachgegeben. Trotz der leichten Abschläge blieben die Notierungen noch weitgehend stabil. Ein Fass der Nordseesorte Brent, das im Oktober geliefert werden soll, wurde zu 66,36 US-Dollar gehandelt – ein Rückgang um 48 Cent gegenüber dem Vortag. Der Preis für die US-Sorte WTI mit Septemberlieferung sank um 58 Cent auf 63,38 Dollar.
Anleger blicken gespannt auf das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, das in Alaska stattfinden wird. Potenzielle Resultate in Form eines Waffenstillstands im russisch-ukrainischen Konflikt könnten beträchtlichen Einfluss haben. Insbesondere mögliche US-Sanktionen gegen Russland, die den dortigen Ölhandel belasten könnten, stehen im Fokus der Marktteilnehmer.
Bereits in den letzten Handelstagen präsentierte sich der Ölmarkt relativ stabil, wobei die Preise für Brent auf dem Niveau zu Wochenbeginn blieben. Analysten sind jedoch skeptisch, ob der Gipfel in einem direkten Waffenstillstand münden wird. Experten der Commerzbank erwarten, dass die USA bei fehlenden Fortschritten härtere Sanktionen gegen Russland verhängen könnten.
In einer Analyse der Commerzbank wird darauf hingewiesen, dass ausbleibende Ergebnisse des Gipfels zumindest kurzfristig einen Anstieg der Ölpreise zur Folge haben könnten. Ansonsten droht durch ein mögliches Überangebot ein weiterer Preisrückgang.

