Ölpreise trotzen großen Herausforderungen und bleiben stabil
Die Ölpreise zeigen sich am heutigen Tag bemerkenswert stabil, nachdem sie aufgrund vorheriger Schwächeperioden stark unter Druck geraten waren. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli notierte am Morgen bei 61,04 US-Dollar und hielt damit das Niveau des vorherigen Tages fast unverändert bei einem leichten Rückgang um zwei Cent.
Ebenso fiel der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Juni minimal um fünf Cent auf 58,16 US-Dollar. Die aktuelle Marktsituation ist stark von der Unsicherheit geprägt, die die aggressive Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump hervorruft. Diese verunsichernde Politik wirkt sich spürbar auf globale Konjunkturprognosen aus und hat die Ölpreise seit Anfang des Monats deutlich in die Knie gezwungen.
Während der Brent-Preis Anfang April noch bei etwa 75 Dollar lag, ist er seither besorgniserregend gesunken. Weitere Belastungen für die Ölpreise ergaben sich am Vortag durch schwache Wirtschaftsdaten aus China und den USA. Insbesondere die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe Chinas verschlechterte sich stärker als angenommen unter dem Druck des Handelskonflikts mit den Vereinigten Staaten.
Zusätzlich verzeichnete die US-Wirtschaft im ersten Quartal erstmals seit 2022 ein Minus, was die Ölpreisentwicklung weiter beeinträchtigte.

