Ölpreise steigend: Hoffnung durch Handelsgespräche und solide Konjunkturdaten
Zu Wochenbeginn haben die Ölpreise nur leicht zugelegt, bewegen sich aber in Richtung einer stabilen Entwicklung. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent für die Lieferung im August kletterte um 14 Cent auf 66,61 US-Dollar, während die US-Sorte WTI zur Lieferung im Juli um 12 Cent auf 64,70 Dollar stieg. Diese leichten Zuwächse spiegeln die gedämpfte, aber positive Marktstimmung wider.
Investoren richten ihren Blick gespannt auf die erneuten Handelsgespräche zwischen den USA und China. Diese Gespräche, die nach Angaben Pekinger Medien in London aufgenommen wurden, bilden das erste Treffen im Rahmen des neu etablierten Wirtschaftsdialogs zwischen den beiden Nationen. Der anhaltende Handelskonflikt zwischen den Wirtschaftsmächten lastet weiterhin auf dem globalen Wachstum und beeinflusst die Rohölnachfrage.
Die Ölpreise profitieren jedoch von den jüngsten positiven Konjunkturdaten, insbesondere durch den soliden US-Arbeitsmarktbericht für Mai. Auch aus der Eurozone mehren sich die Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung, die den Märkten Auftrieb geben könnte. Gleichwohl bestehen Unsicherheiten: Die Opec+ hat kürzlich ihre Fördermengen erneut ausgeweitet, was zusammen mit den Prognosen von Morgan Stanley auf ein weltweites Rohölüberangebot hinweist.
Bei einer erwarteten Nachfragesteigerung von 800.000 Barrel täglich könnte die Produktion um 1,1 Millionen Barrel zulegen, was die Ölpreise seit Mitte Mai in einer engen Bandbreite nahezu stagnieren lässt.

