Ölpreise steigen aufgrund eskalierender Spannungen im Nahen Osten
Die Ölpreise sind am Donnerstag in Reaktion auf die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten erneut angestiegen. Ein Barrel (entspricht 159 Litern) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete 81,68 US-Dollar, was einem Anstieg von 84 Cent gegenüber dem Vortag entspricht. Auch der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September stieg um 83 Cent auf 78,75 Dollar.
Die Konflikte im Nahen Osten haben sich nach der gezielten Tötung eines führenden Hamas-Mitglieds in Teheran weiter zugespitzt. Laut Angaben der Hamas wurde ihr Auslandschef Ismail Hanija bei einem israelischen Angriff getötet. Dies veranlasste sowohl den Iran als auch die Hamas, Vergeltungsmaßnahmen gegen Israel anzudrohen.
Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei soll Berichten zufolge als Antwort auf den Vorfall den Befehl gegeben haben, Israel direkt anzugreifen. Experten warnen, dass eine weitere Eskalation des Konflikts auch Auswirkungen auf die Ölförderanlagen im Iran haben könnte.
Zusätzlich wurden die Ölpreise durch aktuelle Daten der Rohöllagerbestände in den USA gestützt. Laut Angaben des Energieministeriums vom Mittwoch sind diese Bestände stärker gesunken als erwartet.

