Ölpreise stabil – US-Strafzölle gegen Indien im Blickpunkt
Die Entwicklungen an den Ölmärkten erweisen sich zu Wochenbeginn als weitgehend stabil. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober zeigt sich nahezu unverändert bei 67,69 US-Dollar, was einem minimalen Rückgang von vier Cent im Vergleich zum Freitag entspricht. Parallel dazu notiert der Preis für die US-Sorte WTI mit 63,63 Dollar, ebenfalls ein leichter Rückgang um drei Cent.
Trotz dieser geringfügigen Anpassungen halten sich die Notierungen angesichts der jüngsten Gewinne stabil, die insbesondere durch den nahezu drei Prozent Anstieg der Brent-Preise in der vergangenen Woche geprägt waren. Ein entscheidender Faktor war der Rückgang der US-Ölreserven, der auf ein verringertes Angebot hindeutet und traditionell die Preise stützt.
Ein zentrales Thema für die Marktteilnehmer bleibt die amerikanische Zollpolitik. Ab Mittwoch wird eine Erhöhung der US-Strafzölle auf Importe aus Indien um 25 Prozent wirksam. Grund hierfür ist das anhaltende hohe Volumen indischer Raffinerien beim Bezug von russischem Öl. Trotz der nunmehr kumulierten Zölle von insgesamt 50 Prozent zeigen sich jedoch viele indische Unternehmen unbeeindruckt, wie eine aktuelle Analyse der Commerzbank zeigt.

