Ölpreise setzen zur Erholung an: Erwartungen richten sich auf geopolitische Entwicklungen
Nach einer Phase des kontinuierlichen Preisverfalls konnten die Ölpreise zur Wochenmitte erstmals einen Anstieg verzeichnen. Die Nordseesorte Brent erlebte einen leichten Aufwärtstrend und notierte bei 68,20 US-Dollar. Ebenso kletterte der Preis für die US-Sorte WTI um 54 Cent und lag bei 65,70 US-Dollar. Diese Erholung wird von Marktbeobachtern eng mit dem aktuellen Besuch des US-Sondergesandten Steve Witkoff in Russland verknüpft. Verstärktes Interesse zieht dabei die mögliche Verhängung von Sanktionen durch die USA gegen Russland auf sich, insbesondere wenn Forderungen bezüglich des Ukraine-Konflikts nicht erfüllt werden. Infolge dieser politischen Spannungen könnten insbesondere die Ölpreise maßgeblich beeinflusst werden. Zusätzliche Unterstützung fanden die Notierungen durch Erkenntnisse des American Petroleum Institute (API), das einen beträchtlichen Rückgang der US-Rohöllagerbestände um 4,2 Millionen Barrel meldete. Solche Entwicklungen wirken sich gewöhnlich positiv auf den Ölpreis aus, da sie auf eine robustere Nachfrage hindeuten. Die für den Nachmittag erwarteten offiziellen Lagerdaten der US-Regierung könnten weiteres Gewicht auf die Marktentwicklung legen. Zuvor führten gestiegene Fördermengen der Opec+-Staaten ab September zu einem signifikanten Preisverfall von über fünf Dollar pro Barrel Brent-Öl, der etwa eine Woche andauerte.

