Ölpreise im Rückwärtsgang: Opec+ Entscheidung trifft auf geopolitische Spannungen
Die Angleichung der Ölpreise sorgt weiterhin für Gesprächsstoff an den internationalen Märkten. Am Dienstag erfuhr der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar einen Rückgang auf 64,07 US-Dollar und verlor damit 82 Cent im Vergleich zum Vortag. In ähnlicher Weise sank der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Sorte WTI mit Dezemberlieferung um 84 Cent auf 60,22 Dollar. Ein entscheidender Faktor für diese Entwicklung bleibt die allmähliche Befürchtung einer Überversorgung des Marktes mit Rohöl. Die am Sonntag verkündete Entscheidung der Opec+, ihre Fördermengen bis zum Jahresende weiter auszudehnen, befeuerte diese Skepsis zusätzlich. Diese dynamischen Entwicklungen führten dazu, dass die Ölpreise seit Anfang des Jahres bemerkenswert nachgaben – der Brentpreis lag zu Jahresbeginn noch stellenweise über der Marke von 80 Dollar.
Parallel dazu bleibt der Ukraine-Krieg ein Schlüsselfaktor im geopolitischen Spiel um die Energieressourcen. Jüngste Drohnenangriffe der Ukraine zielten abermals auf die russische Ölindustrie, was zur Explosion und mehreren Bränden in einem petrochemischen Werk in Sterlitamak, gelegen in Baschkirien im südlichen Ural, führte.
Jedoch könnten die bestehenden US-Sanktionen gegen russische Ölproduzenten eine stützende Wirkung auf die Ölpreise haben. Diese Perspektive wurde durch die Äußerungen führender Vertreter großer Ölkonzerne auf einer Konferenz in Abu Dhabi unterstrichen, die betonten, dass die potenziellen Folgen dieser Sanktionen auf den Markt unterschätzt werden könnten.

