Ölpreise im Aufwind: Schwächelnder Dollar sorgt für Impulse
Die internationalen Ölpreise haben am Donnerstag merklich zugelegt. Ein Fass der Nordseesorte Brent, vorgesehen für den August, verteuerte sich zuletzt um 70 Cent auf 65,56 US-Dollar. Parallel dazu stieg der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI zur Juli-Lieferung um 73 Cent und notierte bei 63,58 Dollar.
Die gegenwärtige Entwicklung wird von einem schwächelnden US-Dollar begünstigt, was das schwarze Gold für Investoren außerhalb der USA attraktiver macht und die Nachfrage anheizt. Auslöser für die Dollarschwäche sind enttäuschende Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt. Darüber hinaus hat die Europäische Zentralbank signalisiert, eine Pause bei ihren Zinssenkungen einzulegen, was dem Dollar zusätzlich zusetzt.
Nachdem die Preise zur Wochenmitte stark zurückgefallen waren, erholen sie sich momentan etwas. Ursächlich waren Spekulationen, dass Saudi-Arabien, eine Schlüsselrolle innerhalb der Opec+ einnehmend, bei der kommenden Versammlung des ölproduzierenden Staatenverbunds eine Erweiterung der Förderkapazitäten anstreben könnte. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg plant das Land, die tägliche Produktionsmenge der Opec+ bis mindestens September um 411.000 Barrel zu erhöhen.

