Ölpreise im Abwärtstrend: Nordseeöl auf Talfahrt
Der Markt für Rohöl sieht sich derzeit einer leichten Preiskorrektur ausgesetzt. Am Donnerstag verzeichnete der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember einen Rückgang um 43 Cent und notierte bei 64,49 US-Dollar. Die US-amerikanische Sorte WTI fiel um 39 Cent und lag bei 60,09 Dollar pro Barrel.
Damit setzt sich der Abwärtstrend bei Brent fort, das auf den dritten monatlichen Rückgang in Folge zusteuert. Analysten beobachten, dass die Marktpreise durch Bedenken über ein potentiell zu großes Angebot auf dem globalen Ölmarkt belastet werden. Im Fokus der Investoren steht daher verstärkt die Förderpolitik des Kartells Opec+, das sich aus Mitgliedern der Opec und bedeutenden Förderländern wie Russland zusammensetzt.
Ein weiteres Signal für die Marktentwicklung wird am Wochenende erwartet, wenn sich die Vertreter der Opec+ zu Beratungen treffen. Dabei gilt es als wahrscheinlich, dass der Verbund eine Ausweitung der Fördermenge für Dezember beschließen wird. Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte zuletzt ebenfalls vor einem Überangebot gewarnt und mahnt zur erhöhten Wachsamkeit bezüglich der Förderpolitik.

