Ölmarkt stabilisiert sich nach anfänglichem Preisrutsch
Nach einem deutlichen Rückgang der Ölpreise am Montag haben sich die Märkte am Dienstagmorgen beruhigt. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent, mit Liefertermin im Oktober, notierte bei 67,77 US-Dollar. Ein Barrel der US-Sorte WTI, zur Auslieferung im September, wurde für 66,33 Dollar gehandelt. Beide Preise stiegen damit leicht um wenige Cent gegenüber den Kursen des Vortages.
Der jüngste Preissturz wurde durch die Entscheidung der in der Opec+ vereinten Länder, angeführt von Saudi-Arabien und Russland, ausgelöst, die tägliche Ölfördermenge ab September um 547.000 Barrel zu erhöhen. Diese Maßnahme markiert eine Abkehr von zuvor geltenden Produktionsbegrenzungen und führte zu erhöhter Verunsicherung an den Märkten.
Handelsexperten verwiesen auf die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der Indien mit erhöhten Zöllen droht, da das Land große Mengen russischen Öls einkauft und gewinnbringend weiterverkauft. Sollte Indien seine Einkaufsstrategie ändern und stattdessen auf andere Quellen zurückgreifen, könnte dies die weltweiten Ölpreise nach oben treiben. Doch bislang gibt es keine Anzeichen dafür, dass Indien seine Vorgehensweise ändern wird.

