Ölmarkt im Aufwind: Leichte Preissteigerungen nach überraschendem Lagerabgang
Die Ölpreise haben am Donnerstag eine kleine Aufwärtsbewegung verzeichnet. Ein Fass der wichtigen Nordsee-Ölsorte Brent zur Auslieferung im August hat zuletzt bei 65,00 US-Dollar notiert und damit 14 Cent mehr als am vorherigen Handelstag gekostet. Parallel dazu stieg der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI zur Juli-Auslieferung um 16 Cent und erreichte 63,01 Dollar.
Ausschlaggebend für den moderaten Anstieg der Ölpreise waren die jüngsten Berichte über die US-Ölvorräte. In der größten Volkswirtschaft der Welt sind die Lagerbestände zuletzt stärker gesunken als von den Analysten erwartet. Der Rückgang um 4,3 Millionen Barrel brachte die Reserven auf insgesamt 436,1 Millionen Barrel, während Experten im Durchschnitt lediglich eine Schrumpfung um 3,1 Millionen Barrel prognostiziert hatten.
Diese Stabilisierung der Preise erfolgte nach einem merklichen Rückgang am Mittwoch, ausgelöst durch Spekulationen über mögliche Fördererhöhungen. Insbesondere Saudi-Arabien, ein zentraler Akteur der Opec+, wird der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge bei anstehenden Verhandlungen für eine weitere Anhebung der Fördermenge eintreten. Geplante Maßnahmen könnten eine Ausweitung der Produktion um mindestens 411.000 Barrel täglich ab September umfassen.

