Ölmärkte trotzen Angebotserhöhung der Opec+
Der Preis für Rohöl legte zu Wochenbeginn deutlich zu, ungeachtet der gesteigerten Fördermenge des Opec+-Kartells. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August verteuerte sich um 2,64 US-Dollar und notierte zuletzt bei 65,41 US-Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Sorte WTI erreichte im Juli-Liefervertrag einen Anstieg von 2,84 Dollar auf 63,64 Dollar.
Die Opec+, darunter Schwergewichte wie Saudi-Arabien und Russland, bestätigte die Erhöhung der Tagesproduktion um 411.000 Barrel im Juli, was bereits für Mai und Juni beschlossen worden war. Die Entscheidung basiert laut der Gruppe auf stabilen globalen Wirtschaftsprognosen und soliden Marktbedingungen.
Dennoch spekulierten Beobachter auch über eine weitergehende Ausweitung; jedoch trafen solche Pläne auf Widerstand, insbesondere von Russland, während Saudi-Arabien sich durchsetzte. Die geopolitische Lage sorgt ebenfalls für Unsicherheit in den Märkten.
Berichten zufolge führte der ukrainische Geheimdienst SBU am Wochenende koordinierte Angriffe auf russische Militärflughäfen durch, während der Konflikt zwischen Iran und den USA sich weiter zuspitzt. Wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) meldete, hat der Iran während der anhaltenden Verhandlungen die Uranproduktion auf ein nahezu militärtaugliches Niveau gesteigert.
Erschwerend kommt hinzu, dass US-Präsident Donald Trump die Verdopplung der Stahlzölle auf 50 Prozent angekündigt hat, was zusätzliche Spannungen in den Handelsbeziehungen zwischen China und den USA fördert. Beide Nationen beschuldigen sich fortlaufend gegenseitig in diesem Konflikt, was die finanzielle Unsicherheit an den Märkten weiter schürt.

