Ölkartell Opec+ wagt den nächsten Schritt: Förderung wächst erneut
In einer jüngsten Online-Konferenz hat das Ölkartell Opec+ beschlossen, die Ölproduktion im November um täglich 137.000 Barrel zu steigern. Dies entspricht etwa 159 Litern je Barrel. Geführt von den Schwergewichten Saudi-Arabien und Russland bleibt die Gruppe ihrem Kurs treu, schrittweise von den in der Vergangenheit beschlossenen Produktionskürzungen abzurücken.
Mit Verweis auf die "stabilen globalen Wirtschaftsaussichten" und niedrige Ölreserven in den Lagern, argumentiert die Opec+ für diesen Schritt. Zu den Mitgliedstaaten zählen neben Saudi-Arabien und Russland ebenso Algerien, der Irak, Kasachstan, Kuwait, der Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate. Diese Einheit wird unterstrichen durch die Bereitschaft, ihre Maßnahmen kontinuierlich an die aktuelle Marktlage anzupassen.
Von Analysten wird vermutet, dass Saudi-Arabien besonderen Wert darauf legt, Marktanteile zurückzugewinnen, anstatt die Ölpreise stabil oder hoch zu halten. Der Brent-Ölpreis war im September auf rund 65 US-Dollar pro Barrel gefallen — eine Abnahme im Vergleich zum Vormonat und ein deutlicher Rückschritt gegenüber September 2024. Ein weiteres Treffen der acht Staaten ist für den 2. November geplant, um über die Förderpolitik für Dezember zu entscheiden. Der Markt wartet gespannt auf die nächsten Schritte, die weitere Einblicke in die Strategie der Opec+ geben könnten.

