Ökonomische Schwergewichte unterstützen Unabhängigkeit der Federal Reserve
Eine beeindruckende Allianz aus ehemaligen Vorsitzenden der Federal Reserve, Finanzministern und führenden Wirtschaftsexperten aus dem Weißen Haus hat vor dem Obersten Gerichtshof der USA ein Plädoyer eingereicht, das den Versuch von Ex-Präsident Donald Trump, die Federal-Reserve-Gouverneurin Lisa Cook ihres Amtes zu entheben, entschieden ablehnt. Diese parteiübergreifende Initiative unterstreicht die bedeutende Rolle der Unabhängigkeit der Zentralbank gegenüber politischen Einflüssen und diskutiert die erheblichen ökonomischen Auswirkungen, die eine Entlassung nach sich ziehen könnte. Die unterzeichnenden Offiziellen betonen in ihrem Schreiben, dass eine Revokation der Unabhängigkeit der Fed nachhaltige Inflationsrisiken und wirtschaftliche Schwäche hervorbringen würde.
Historische Erfahrungen und ökonomische Forschung zeigen, dass eine unabhängige Zentralbank zu niedrigerer und stabilerer Inflation führt, ohne die Beschäftigung zu beeinträchtigen. Unter den prominenten Unterzeichnern finden sich Ex-Fed-Chefs wie Janet Yellen, Ben Bernanke und Alan Greenspan sowie ehemalige Finanzminister wie Henry Paulson, Lawrence Summers und Robert Rubin. Sie alle unterstützen die Ansicht, dass die Reputation der Fed als unvoreingenommene Institution entscheidend ist, um das Vertrauen in den US-Dollar zu stärken.
Sollte die Fed politisch unter Druck geraten, ihre Zinsentscheidungen zum Vorteil kurzfristiger politischer Ziele zu verändern, würde dies das Vertrauen der sogenannten „Preissetzer“ erschüttern, was zu einem Teufelskreis aus hoher Inflation und schwachem Beschäftigungswachstum führen könnte. Die Klageschrift von Lisa Cook, die sich gegen Vorwürfe eines Hypothekenbetrugs verteidigt, hat vor zwei Bundesgerichten Erfolg gehabt, und der Fall wird nun vom Obersten Gerichtshof geprüft. Die zentrale Frage bleibt, ob die vorgebrachten Beschuldigungen einen legitimen Entlassungsgrund darstellen.
Zu den Unterstützern in diesem komplexen Rechtsstreit zählen auch prominente Wirtschaftsberater aus unterschiedlichen politischen Epochen, darunter Phil Gramm, Jason Furman und John Cochrane. Diese Experten aus beiden politischen Lagern bestärken die Wichtigkeit einer unabhängigen Geldpolitik als Schutzmechanismus vor politischem Missbrauch.

