Ölpreise starten mit leichten Verlusten in die neue Woche
Zu Beginn der Handelswoche verzeichneten die Ölpreise leichte Rückgänge, die auf geopolitische Spannungen zurückzuführen sind. Die jüngste Eskalation im Grönland-Streit zwischen den USA und europäischen Staaten dämpfte die Risikofreude der Investoren, was den Druck auf die Ölpreise erhöhte. Trotz dieser Entwicklungen bewegten sich die Kurse in einem engen Spektrum: Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März reduzierte sich um 19 Cent auf 63,94 Dollar, während der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar um 14 Cent auf 59,30 Dollar fiel.
Robert Rennie, Rohstoffexperte der australischen Westpac Bank, stellte fest, dass sich die Ölpreise derzeit in einem Spannungsfeld zwischen geopolitischen Risiken und einer steigenden Fördermenge befinden. In der vergangenen Woche hatten vor allem Massenproteste in Iran und die Befürchtungen einer weiteren geopolitischen Eskalation am Persischen Golf zeitweise für deutliche Preissteigerungen gesorgt.
Hinzu kommt die drohende Gefahr neuer US-Zölle im Zuge der Verschärfung des Grönland-Streits, die eine Reaktion der Europäischen Union nach sich ziehen könnten. Diese geopolitischen Entwicklungen trüben die Aussichten auf die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft und somit auf die Nachfrage nach Rohöl. Der Ölmarkt zeigt sich zudem weiterhin überversorgt, wie die Internationale Energieagentur (IEA) kürzlich warnte, nachdem die Länder des Ölverbunds Opec+ ihre Fördermengen konstant hielten.

