Ölpreise im freien Fall: Herausforderung für den Markt angesichts geopolitischer Spannungen
Die Rohölmärkte mussten zu Wochenbeginn erhebliche Verluste hinnehmen. Die Preise setzten ihren Abwärtstrend in einem von schwachen Rohstoffmärkten geprägten Handelsumfeld fort. Darüber hinaus verstärkten anhaltende Turbulenzen auf den Edelmetallmärkten den Druck auf die Ölnotierungen. Ein zusätzlicher Belastungsfaktor ist die angespannte Lage rund um die Iran-Krise, die weiterhin auf den Märkten lastet.
Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März fiel auf 65,64 US-Dollar, was einem Rückgang von 3,68 Dollar im Vergleich zum Freitag entspricht. Parallel dazu sank der Preis für US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) um 3,57 Dollar auf 61,64 Dollar. Dabei hatten die Ölpreise am Ende der vergangenen Woche noch einen leichten Anstieg verzeichnet.
Ein entscheidender Einflussfaktor bleibt die politische Entwicklung im Iran. Angesichts wachsender Kriegsbefürchtungen hat der oberste Führer des Landes im Falle eines Angriffs der USA vor einer Eskalation in der Region gewarnt. Die Spannungen und die Sorge vor einem möglichen militärischen Konflikt haben in letzter Zeit zugenommen.
US-Präsident Donald Trump hat Iran mehrfach mit militärischen Maßnahmen gedroht, insbesondere im Hinblick auf das brutale Vorgehen der iranischen Sicherheitskräfte gegen Demonstranten während der jüngsten Massenproteste. Trump hat außerdem den Druck auf Teheran erhöht und weitere Kriegsschiffe in Richtung der Region entsandt, dabei jedoch die Hoffnung auf einen möglichen Deal geäußert.

