Ölpreise im Aufwind: Geopolitische Spannungen und knappe Reserven stützen den Markt

Die Ölpreise setzen ihren Aufwärtstrend fort, wobei die Preissprünge im Vergleich zum Vortag moderat ausfielen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April notierte bei 67,64 US-Dollar, was einem Zuwachs von 31 Cent entspricht. Auch der Preis für das US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg, mit einem Plus von 37 Cent auf 63,58 Dollar je Barrel.
Am vorherigen Tag hatten die Ölpreise nach dem Abschuss einer iranischen Überwachungsdrohne durch die USA einen deutlicheren Anstieg verzeichnet. Trotz der angespannten Lage betonte eine Sprecherin der US-Regierung, dass geplante Gespräche zwischen den beiden Nationen weiterhin fortgeführt werden sollen.
In der Straße von Hormus, einer zentralen Route für den Ölhandel, sorgte die Annäherung iranischer Schiffe an einen US-geflaggten Tanker für zusätzliche Unruhe. Das US-Zentralkommando berichtete von "Belästigung" während der Passage des Tankers durch die Meerenge.
Experte Saul Kavonic vom australischen Finanzinstitut MST Marquee warnte vor der potenziellen Eskalation der Lage. Er bezifferte die zusätzliche geopolitische Risikoprämie im Kontext möglicher amerikanischer Militäraktionen gegen den Iran auf 5 bis 10 Dollar pro Barrel.
Der jüngste Lagerbestandsbericht des American Petroleum Institute (API), der einen Rückgang der US-Rohöllager um 11,1 Millionen Barrel verzeichnete, gab den Ölpreisen zusätzlich Rückenwind. Auf die offiziellen Bestandsdaten der US-Regierung, die am Nachmittag erwartet werden, richten sich nun alle Augen.

