Ölpreise im Aufwind: Geopolitische Spannungen beeinflussen den Markt

Die Ölpreise haben am Mittwoch im US-Handel spürbar zugelegt, bedingt durch Berichte über Spannungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten, wie das Nachrichtenportal "Axios" berichtet. Den Angaben zufolge sind die Verhandlungen der beiden Staaten bereits vor ihrem eigentlichen Beginn in Schwierigkeiten geraten. Besonders die Forderungen des Irans nach Veränderungen in Ort und Format der Gespräche stießen auf Ablehnung durch die USA.
Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent mit Liefertermin im April kletterte auf 69,26 US-Dollar, ein Anstieg von 1,93 US-Dollar im Vergleich zum Vortag. Der Preis für die US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März nahm um 1,79 US-Dollar zu und lag bei 65,00 US-Dollar.
Investoren beobachten derzeit insbesondere Hinweise auf mögliche Militäraktionen der USA gegen den Iran genau. Obwohl Gespräche zuletzt die Sorgen über eine Eskalation gemindert hatten, bleibt die Lage angespannt. Militärische Konflikte in dieser Region könnten die globale Ölversorgung gefährden oder einschränken.
Saul Kavonic, Experte beim australischen Finanzinstitut MST Marquee, hob hervor, dass die Vorfälle im Persischen Golf die prekäre Lage deutlich machen. Er schätzt die geopolitische Risikoprämie auf dem Ölmarkt, im Falle von US-Angriffen auf den Iran, auf 5 bis 10 Dollar pro Barrel.

