Ölpreise auf Talfahrt: Lagerbestände steigen und geopolitische Spannungen bleiben im Fokus
Die Ölpreise haben am Donnerstag einen Rückgang verzeichnet, wobei ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April zuletzt für 68,88 US-Dollar gehandelt wurde, was einem Rückgang von 50 Cent im Vergleich zum Vortag entspricht. Auch US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März verzeichnete einen Preisrückgang von 39 Cent und notierte bei 64,24 US-Dollar.
Diese Entwicklung fällt mit einem signifikanten Anstieg der globalen Rohöllagerbestände zusammen. Laut dem Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) haben sich die Bestände im vergangenen Jahr um bemerkenswerte 477 Millionen Barrel erhöht. Dies ist das stärkste Wachstum seit 2020 und spiegelt eine erhöhte Produktion bei gleichzeitig verlangsamtem Nachfragewachstum wider. Experten gehen davon aus, dass dieser Angebotsüberschuss weiterhin Druck auf die Ölpreise ausüben wird.
Interessanterweise blieb der Anstieg der Lagerbestände in den USA, der in der letzten Woche 8,5 Millionen Barrel betrug, ohne nennenswerte Auswirkungen auf die Ölpreisgestaltung. Analysten hatten hier ursprünglich eine Stagnation prognostiziert.
In den Fokus rückt zudem die geopolitische Lage. US-Präsident Donald Trump erklärte nach Gesprächen mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, dass er diplomatischen Lösungen im Umgang mit Iran den Vorrang vor militärischen Maßnahmen gebe. Dennoch bleibt unter Händlern die Sorge über eine mögliche militärische Eskalation bestehen, was zuletzt immer wieder zu Preisschwankungen auf den Ölmarkt geführt hat.

