Ölindustrie im Aufwind: US-Angriff in Venezuela beflügelt Aktienmärkte
Die jüngsten Ereignisse in Venezuela haben für eine bemerkenswerte Belebung der Aktienmärkte im Bereich der US-Ölindustrie gesorgt. Nachdem US-Truppen den überraschenden Coup der Gefangennahme von Nicolás Maduro vollzogen hatten, wurden enorme Investitionen in die Erholung und den Ausbau des venezolanischen Ölsektors angekündigt. Dies ließ die Kurse von Unternehmen der Öl- und Gasbranche in die Höhe schnellen.
In Fachkreisen wird Venezuela eine der weltweit größten Erdölreserven zugeschrieben, die auf rund 300 Milliarden Barrel geschätzt wird. US-Präsident Donald Trump hat deutlich gemacht, dass in den kommenden Monaten US-amerikanische Firmen milliardenschwere Investitionen in die Modernisierung der venezolanischen Ölinfrastruktur beabsichtigen. Während die Ölproduktion in Venezuela in den letzten Jahren stark abgenommen hat, sieht der Markt dies als Gelegenheit für potenzielle langfristige Anlagemöglichkeiten.
Unter den führenden Ölfirmen konnte Chevron mit einem Kursanstieg von 4 Prozent den größten Zuwachs verzeichnen. Die Aktie erreichte ihren höchsten Wert seit neun Monaten, was die Rolle des Unternehmens als bedeutendster US-Player in Venezuela unterstreicht und Chancen für künftige Gewinne aufzeigt. Im Vergleich dazu fielen die Zuwächse bei Exxon Mobil und ConocoPhillips mit Zuwächsen von 1 Prozent beziehungsweise 1,7 Prozent eher moderat aus.
Auch die Aktien großer Zulieferer und Dienstleister der Ölindustrie profitierten enorm. Baker Hughes konnte einen Kurszuwachs von fast fünf Prozent verzeichnen, während Halliburton um beeindruckende 9 Prozent und SLB, vormals bekannt als Schlumberger, um 10 Prozent stiegen.

