Novo Nordisk unter Druck: Aktien brechen nach schwachem Quartal ein
Der dänische Pharmariese Novo Nordisk erlebt derzeit eine herausfordernde Phase, die Investoren nicht unbeeindruckt lässt. Nach der Veröffentlichung enttäuschender Ergebnisse für das zweite Quartal verzeichneten die Aktien des Unternehmens in Kopenhagen einen beachtlichen Rückgang. Die Papiere fielen um 4,7 Prozent auf einen neuen Tiefstand von 292 dänischen Kronen, dem niedrigsten Niveau seit vier Jahren. Diese Entwicklung folgt auf einen Abwärtstrend seit dem Rekordhoch von über 1.000 Kronen, das von einem Boom rund um Abnehmmedikamente begünstigt wurde. Der einstige Aufschwung, der Novo Nordisk sprudelnde Gewinne bescherte, scheint durch den zunehmenden Wettbewerb im Bereich der Diabetes- und Abnehmmedikamente wie Ozempic und Wegovy getrübt zu werden. Diese Konkurrenz führte zu geringeren Einnahmen als erhofft, was den Pharmakonzern zwang, seine Prognosen für Umsatz und operativen Gewinn zu senken. Dennoch gibt es Lichtblicke: Die Abnehmspritze Wegovy übertraf die Erwartungen leicht, was von Analysten wie Richard Vosser von der US-Bank JPMorgan als positiver Aspekt hervorgehoben wird. Dabei bleibt der Fokus der Experten jedoch auf den langfristigen Perspektiven für GLP-1-Medikamente. Vosser behält seine optimistische "Overweight"-Einschätzung bei, während die UBS eine neutrale Haltung einnimmt. Demgegenüber zeigt sich Jefferies skeptischer mit einer "Underperform"-Bewertung.

