Novo Nordisk im Fokus: Achterbahnfahrt nach Quartalsbericht
Die jüngsten Ergebnisse von Novo Nordisk haben am Aktienmarkt für Turbulenzen gesorgt. Der dänische Pharmariese, bekannt für seine Diabetesbehandlungen, sah sich nach Veröffentlichung des Quartalsberichts zunächst mit einem Kursrückgang konfrontiert. Doch die Aktie erholte sich in beeindruckendem Tempo und legte zuletzt um 1,0 Prozent auf 318,40 dänische Kronen zu.
Das Unternehmen musste seine Prognosen für Umsatz und Gewinn erneut senken, da der Druck auf den Markt für Diabetesmedikamente und Gewichtsreduktionspräparate weiterhin anhält. In einer strategischen Anpassung reduzierte der neue CEO, Maziar Mike Doustdar, auch die Investitionsvorhaben für das Jahr 2025. Der Vergleich mit den starken Quartalszahlen des Mitbewerbers Eli Lilly zeigt, wie groß die Herausforderung für Doustdar ist, Novo Nordisk wieder auf Wachstumskurs zu bringen, betonte Derren Nathan von Hargreaves Lansdown.
Gleichzeitig gibt es auch Lichtblicke: Die operative Marge konnte gesteigert werden und wichtige Meilensteine der Unternehmensstrategie wurden erreicht. Trotz der dreifachen Gewinnwarnung sieht Nathan eine Chance für attraktive Renditen, sollte sich das Unternehmen stabilisieren. Die positive Resonanz auf die Preisverhandlungen in den USA für Semaglutid-Produkte unter dem neuen "Inflation Reduction Act" hebt Analyst Richard Vosser von JPMorgan hervor. Diese können der Aktie auch an einem ansonsten enttäuschenden Tag Auftrieb verleihen.
Seit einem Rekordhoch im Juni 2024 bei über 1.033 Kronen hat die Aktie dramatisch an Wert verloren - ein Rückgang von etwa 70 Prozent. In diesem Jahr verbucht Novo Nordisk bislang ein Minus von etwa 50 Prozent. Während die Hoffnungen auf neue Medikamentenerfolge initial den Kurs beflügelten, folgte schnell die Ernüchterung.

