Novo Nordisk: Büropflicht und Stellenabbau für strategische Neuausrichtung
Novo Nordisk plant, seine Belegschaft zukünftig an fünf Tagen in der Woche in den Büros arbeiten zu lassen. Diese neue Richtlinie für Büromitarbeiter tritt am 1. Januar in Kraft und folgt auf die kürzlich bekannt gegebene Reduzierung der Belegschaft um etwa 11 Prozent. Mit dem Wechsel zu einer stärkeren Präsenzkultur am Arbeitsplatz will das dänische Pharmaunternehmen die Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung stärken sowie die Zugehörigkeit im Unternehmen festigen.
Auch wenn Novo Nordisk die Wichtigkeit einer lebendigen Bürokultur betont, wird Flexibilität nicht vernachlässigt: Individuelle Absprachen zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten sollen ermöglichen, dass sowohl persönliche als auch geschäftliche Bedürfnisse berücksichtigt werden. Über die konkreten Rahmenbedingungen dieser Absprachen schwieg das Unternehmen bislang.
Das Unternehmen, das weltweit Büros unterhält, sieht sich mit wachsendem Wettbewerb im Bereich der Diabetes- und Adipositastherapien konfrontiert, insbesondere durch den US-Konkurrenten Eli Lilly. Die Einsparungen von jährlich etwa 1,25 Milliarden Dollar durch den Stellenabbau sollen in strategische Wachstumsfelder reinvestiert werden. Novo Nordisk plant, mit diesen Mitteln seine führende Position in der Therapie von Diabetes und Adipositas weiter auszubauen und sowohl wirtschaftliche Initiativen als auch Forschungs- und Entwicklungsprogramme zu fördern. Bloomberg berichtete erstmals über die Änderungen in der Büropolitik von Novo Nordisk.

