Norma bringt Aktionäre in Fahrt: Großzügige Ausschüttungen nach Geschäftsverkauf
Der Spezialist für Verbindungstechnik, Norma, hat eine erfreuliche Nachricht für seine Aktionäre parat. Nach dem Abschluss des Verkaufs seines Wassermanagement-Geschäfts plant das Unternehmen, einen beträchtlichen Teil der Erlöse, bis zu 260 Millionen Euro, an seine Anteilseigner auszuschütten. Diese positive Ankündigung gab Norma in Maintal bekannt und bekräftigte, die bestehenden Möglichkeiten zum Aktienrückkauf umfassend ausnutzen zu wollen. Die konkreten Details dazu sollen in naher Zukunft veröffentlicht werden.
Im Rahmen dieser Transaktion sollen die erworbenen Aktien eingezogen und das Grundkapital entsprechend reduziert werden, wobei die Zustimmung der Aktionäre erforderlich ist. Dies könnte zu einer Verschiebung der ursprünglich für den 21. Mai angesetzten Hauptversammlung führen, falls die organisatorischen Vorbereitungen nicht rechtzeitig abgeschlossen werden.
Bereits Ende September hatte Norma den Verkauf seines Wassermanagement-Segments an das US-amerikanische Unternehmen Advanced Drainage Systems bekannt gegeben und einen beträchtlichen Nettozufluss zwischen 620 und 640 Millionen Euro erwartet. Mit dem Erlös plant Norma, rund 300 Millionen Euro zum Schuldenabbau zu nutzen und etwa 70 Millionen Euro für strategische Zukäufe bereitzustellen.
Der im SDax notierte Konzern musste jedoch auch Wertberichtigungen in Höhe von 102 Millionen Euro für bestimmte Konzerngesellschaften in der EMEA-Region, insbesondere in Deutschland, vornehmen. Ursache sind angepasste Umsatzprognosen für die kommenden Jahre. Dennoch bleibt das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) unberührt, und die Ziele für Umsatz und Marge wurden bestätigt.
Die Aktie von Norma zeigte nach der Veröffentlichung der Meldung deutliche Bewegungen und schloss als einer der Top-Performer im SDax mit einem Plus von vier Prozent.

