Nordkorea testet Hyperschallraketen: Machtdemonstration oder Propaganda?

Die jüngsten Ereignisse in Nordkorea haben weltweit für Aufsehen gesorgt. Nach Angaben der staatlichen Agentur KCNA testete das Land am Sonntag Hyperschallraketen - ein Schritt, der offenbar die nukleare Abschreckung Nordkoreas stärken soll. Hyperschallraketen sind insbesondere wegen ihrer hohen Geschwindigkeit, ihrer Manövrierfähigkeit und der niedrigen Flugbahn als schwer abfangbar bekannt. Doch Experten äußern Zweifel, ob Nordkorea tatsächlich über ausgereifte Systeme in diesem Bereich verfügt. Vielmehr sprechen Analysen von einem sogenannten "quasi-Hyperschall-Flugkörper".
Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un, der den Test persönlich beaufsichtigt haben soll, führte die Notwendigkeit der gesteigerten Abschreckung auf die angespannte geopolitische Lage zurück. Während konkrete Beispiele ausblieben, stehen seine Erklärungen im Zusammenhang mit den jüngsten internationalen Geschehnissen, insbesondere dem Angriff der USA auf Venezuela, der am Wochenende Schlagzeilen machte.
Zugleich registrierten Südkorea und Japan am Sonntag den Start mehrerer ballistischer Raketen aus Nordkorea. Diese sollen rund 900 Kilometer in Richtung Japanisches Meer geflogen sein, wie die südkoreanische Militärführung mitteilte. Eine detaillierte Einschätzung des Raketentyps blieb bislang aus.

