Norddeutsche Schifffahrt spürt gesunkene Geschäftsstimmung
Die maritime Wirtschaft im Norden Deutschlands sieht sich mit einer gedämpften Geschäftsstimmung konfrontiert, wie eine aktuelle Umfrage der IHK Nord aufdeckt. Die Rückmeldungen der Mitglieder skizzieren ein Bild, das von geopolitischen Spannungen und der unsicheren amerikanischen Zollpolitik geprägt wird. Knud Hansen, Vorsitzender der Kammer, beschreibt die erhebliche Verunsicherung, die diese Faktoren auf den Schifffahrtsmärkten ausüben.
Im Frühjahr bewerteten die Schifffahrtsunternehmen das Geschäftsklima mit 76 Punkten auf einer Skala von 0 (schlecht) bis 200 (sehr gut). Dies verdeutlicht einen Rückgang um 32,5 Punkte im Vergleich zum Herbst 2024. Dieses Geschäftsumfeld wird halbjährlich im Konjunkturreport für die maritime Branche abgebildet, wobei mehr als 600 Unternehmen an der Umfrage teilgenommen haben.
Im Gegensatz dazu zeigen sich die Bewertungen der Hafenwirtschaft und des Schiffbaus robuster. Der Index für die Hafenwirtschaft erreichte 97,6 Punkte, was einen Anstieg um 20,4 Punkte markiert. Auch die Schiffbauer teilen diesen positiven Trend und verzeichnen mit einem Index von 94,5 Punkten eine Steigerung um 7,9 Punkte.
Die IHK Nord äußerte sich nicht zu den Ursachen dieser divergierenden Entwicklungen. Eine kürzlich durch die Bundesregierung angekündigte Investition von 400 Millionen Euro für Schifffahrt und Häfen wurde nach Abschluss der Befragung bekannt gegeben und beeinflusste somit die aktuellen Zahlen nicht.

