Nordatlantik-Schwäche bremst IAG-Umsätze im dritten Quartal
Die British-Airways-Muttergesellschaft IAG sieht sich im dritten Quartal mit einer schwächeren Performance auf der strategisch wichtigen Nordatlantik-Route konfrontiert. Die erwarteten Umsatzzahlen der Analysten wurden nicht erreicht, und die Erlöse verharrten bei etwa 9,3 Milliarden Euro. Der Rückgang der Passagierumsätze auf den Nordatlantik-Routen um 7,1 Prozent, begründet durch Währungsschwankungen und eine "etwas schwächelnde Nachfrage", hatte einen deutlichen Einfluss auf das Gesamtbild.
Der Finanzmarkt reagierte heftig auf diese Nachrichten. In London verlor die Aktie der IAG zunächst rund zehn Prozent an Boden, konnte jedoch einen Teil der Verluste im Laufe des Tages wettmachen. Dies geschah trotz einer ansonsten soliden Kursentwicklung im bisherigen Verlauf des Jahres.
Konzernchef Luis Gallego gab zu bedenken, dass ein Vergleich mit einem überaus starken Vorjahresquartal verfälscht. Dennoch halte man an einer positiven Aussicht fest. Die Nordatlantik-Strecke sei bedeutend, da sie ein Drittel der Gesamtkapazität von IAG ausmache. Europäische Fluggesellschaften dort haben wegen der restriktiveren US-Einreisebestimmungen und verminderten Geschäftsreisen seitens der Unternehmen schon länger mit gedämpfter Nachfrage zu kämpfen.
Auch in Europa präsentiert sich das Geschäft derzeit als träge, jedoch mit Aufwärtstendenzen laut Gallego. Der Premiumverkehr bleibt stabil, und dieser Wachstumstrend soll auch in den nächsten Quartalen anhalten. Trotz dieser Herausforderungen bleibt der Ausblick für das Gesamtjahr unverändert positiv, wobei die Umsatzerwartungen für das vierte Quartal optimistisch eingestellt sind.
Das operative Ergebnis von IAG erhöhte sich insgesamt um zwei Prozent auf 2,05 Milliarden Euro und entsprach den Erwartungen. Der bereinigte Nettogewinn sank jedoch leicht um 2,3 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro und lag damit unter den Prognosen.

