Nintendo Switch 2: Neue Richtlinien sollen eShop von Spam-Spielen befreien
Mit dem Launch der Nintendo Switch 2 am 5. Juni 2025 hat Nintendo eine Reihe neuer Richtlinien für die Veröffentlichung von Spielen im eShop eingeführt. Ziel ist es, die Plattform von sogenannten „Slop“-Spielen zu befreien – also minderwertigen, oft automatisiert erstellten Titeln, die durch aggressive Bundle-Taktiken und irreführende Beschreibungen die Sichtbarkeit echter Indie-Perlen untergraben haben. Die neuen Regeln gelten zunächst für die asiatischen und japanischen eShop-Versionen, könnten aber bald weltweit ausgerollt werden.
Was sind „Slop“-Spiele – und warum sind sie ein Problem?
In den letzten Jahren wurde der eShop zunehmend von Spielen überflutet, die kaum Spielinhalt bieten, mit generischen Assets arbeiten und oft durch KI-generierte Cover oder Texte auffallen. Viele dieser Titel nutzen Bundle-Spam, um durch ständige Rabattaktionen in den Empfehlungslisten zu bleiben. Das Ergebnis: Hochwertige Indie-Spiele verschwinden in der Masse, während Clickbait-Apps und Puzzle-Spiele mit fragwürdigen Inhalten dominieren.
Die neuen Richtlinien für die Switch 2 im Detail
Nintendo reagiert nun mit klaren Vorgaben:
- Bundle-Limitierung: In den ersten zwölf Monaten nach Release dürfen maximal fünf Bundles veröffentlicht werden. Danach steigt das Limit jährlich um eins – bis zu einem Maximum von acht Bundles.
- Verbot irreführender Beschreibungen: Entwickler dürfen keine Features versprechen, die nicht im Spiel enthalten sind. Auch die Darstellung als „in Entwicklung“ ist untersagt, wenn keine Umsetzung geplant ist.
- Namensschutz: Spiele dürfen nur bei größeren Updates umbenannt werden – etwa zur Vereinheitlichung mit anderen Plattformen. Häufige Namensänderungen zur Manipulation der Sichtbarkeit sind verboten.
- Regulierung sensibler Inhalte: Inhalte, die die Nintendo-Marke beschädigen könnten, werden stärker kontrolliert. Dazu zählen sexualisierte Darstellungen von Minderjährigen, politische Botschaften, Hassrede oder die Ausbeutung realer Tragödien.
Erste Auswirkungen und Entwicklerstimmen
Bereits jetzt zeigen sich erste Effekte: Spam-Spiele erscheinen seltener in den Empfehlungslisten, die Performance des eShops wurde verbessert, und bekannte Problemspiele wie „Hentai Girls“ wurden umbenannt oder aus den Suchergebnissen entfernt.
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