Nintendo sprach über holprige Entwicklung des kontroversen Metroid Prime 4: Beyond
In einem Interview mit dem japanischen Magazin Famitsu gaben Retro Studios, die Macher von Metroid Prime und Donkey Kong Country Returns, einen seltenen Einblick in die Entwicklung ihres neuesten Titels. Immerhin acht Jahre lang mussten Fans auf Metroid Prime 4: Beyond warten. Das Ego-Adventure war eines der ersten Spiele überhaupt, die für die erste Switch angekündigt wurden. 2019 gab Nintendo schließlich den Neustart der Entwicklung unter Retro Studios bekannt, nachdem das Projekt nicht die erwünschten Fortschritte machte.
“Zu diesem Zeitpunkt verfügte Retro jedoch nicht über die Strukturen, um ein Metroid Prime-Spiel zu entwickeln, sodass wir zunächst damit beginnen mussten, diese Strukturen aufzubauen”, heißt es in einer Übersetzung des Interviews. Laut Gerüchten war das Spiel zuerst bei Bandai Namco in der Mache – offiziell wurde das nie bestätigt (via gamesradar+).
Neue Infos zur Entwicklung der kontroversen Open World in Metroid Prime 4: Beyond
Noch 2023 heimste Metroid Prime Remastered einen Top-Wertungsdurchschnitt von 94 Punkten auf Metacritic ein. Metroid Prime 4: Beyond dagegen stürzte auf 78 Prozent ab – einer der tiefsten Werte innerhalb der gesamten Serie (via Metacritic). Besonders oft bemängelten Kritiker die magere Oberwelt.
Auch bei den Entwicklern war die Idee zuerst umstritten. “Das Kernelement von Metroid, die Anzahl der Gebiete durch Freischalten von Kräften zu erhöhen, ist schwer mit der Freiheit verbindbar, in Open Worlds von Beginn an überall hingehen zu können.” Schließlich setzte man auf die Motorrad-Mechanik, um das “Tempo des gesamten Spiels” zu regeln.
Warum entschied man sich für eine Open World in Metroid Prime 4: Beyond? Die Antwort liegt bei einem anderen Nintendo-Hit. “Vielleicht aufgrund des Einflusses von The Legend of Zelda: Breath of the Wild sahen wir im Internet viele Forderungen nach einem Open-World-Metroid”, erklärt der Nintendo-Entwickler. “Letztendlich dauerte die Entwicklung viel länger als erwartet, und wir stellten fest, dass sich die Eindrücke von Open-World-Spielen verändert hatten.” Zu diesem Zeitpunkt sei ein zweiter Neustart des Projekts aber nicht mehr möglich gewesen.



