New Jersey: Mann erhält 12 Jahre Haft für Bitcoin-Zahlungen an chinesische Fentanyl-Lieferanten

Ein Mann aus dem Passaic County wurde zu 12 Jahren Haft verurteilt, weil er an einer groß angelegten Verschwörung zur Verteilung von Fentanyl und Geldwäsche beteiligt war. Dabei wurden Bitcoin genutzt, um Drogengelder an Lieferanten im Ausland zu überweisen, wie das US-Justizministerium mitteilte.
William Panzera, 53, aus North Haledon, New Jersey, wurde wegen Verschwörung zum Drogenhandel und internationaler Geldwäsche verurteilt.
Gefälschte Pillen, echter Fentanyl
Gerichtsdokumenten zufolge war Panzera Mitglied einer Drogenhandelsorganisation, die für den Import und die Verteilung von Hunderten Kilogramm Fentanyl-Analoga und anderen kontrollierten Substanzen verantwortlich war. Die Staatsanwaltschaft erklärte, Panzera und seine Mitverschwörer hätten sich darauf geeinigt, Fentanyl-Analoga, MDMA, Methylone und Ketamin zu importieren und zu verteilen.
Die Drogen wurden von Lieferanten in China bezogen und in New Jersey sowohl in großen Mengen als auch in Form von gefälschten pharmazeutischen Pillen verteilt, die Fentanyl-Analoga anstelle von echten Medikamenten enthielten.
Die Verschwörung führte zur Einfuhr von über einer Tonne Fentanyl-bezogener Substanzen und anderer Drogen in die USA. Zur Bezahlung der Lieferungen überwiesen Mitglieder der Organisation Hunderttausende Dollar nach China, sowohl per Banküberweisung als auch in Bitcoin (BTC).
Panzera wurde im Januar 2025 verurteilt. Das Justizministerium gab an, dass acht weitere Angeklagte in diesem Fall bereits geständig waren.
Fentanyl-Handel im Darknet
Dieser Fall ist Teil einer umfassenderen Aktion gegen den Fentanyl-Handel und illegale Drogennetzwerke, die von US-amerikanischen und internationalen Behörden koordiniert wird. Im Mai 2025 gab das Justizministerium die Ergebnisse von Operation RapTor bekannt, einer groß angelegten internationalen Strafverfolgungsinitiative, die sich gegen Darknet-Drogenmärkte richtete.
Die Operation führte zur Festnahme von 270 Personen weltweit und zur Beschlagnahmung von über $200 Millionen in bar und digitalen Vermögenswerten.
Laut DOJ konzentrierte sich die Aktion auf Verkäufer, Käufer und Administratoren, die am Online-Handel mit Opioiden, insbesondere Fentanyl, und anderen Betäubungsmitteln beteiligt waren. Operation RapTor wurde in Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden aus 10 Ländern, darunter die USA, das Vereinigte Königreich, Deutschland, Südkorea und Brasilien, durchgeführt und als der größte Schlag in der Geschichte des Joint Criminal Opioid and Darknet Enforcement (JCODE) Teams beschrieben.
Die Behörden beschlagnahmten mehr als zwei Tonnen Drogen, darunter 144 Kilogramm fentanylhältige Substanzen, sowie über 180 Schusswaffen. Die Untersuchung stützte sich auf Informationen aus zuvor zerschlagenen Darknet-Märkten wie Nemesis und Tor2Door. Die Operation beinhaltete auch den erstmaligen Einsatz von Sanktionen durch das Office of Foreign Assets Control im Rahmen einer JCODE-Aktion.

