Neuer Erfolg für die kommerzielle Mondlandung: "Blue Ghost" erreicht den Erdtrabanten
Ein bemerkenswerter Fortschritt in der Raumfahrtgeschichte hat sich kürzlich ereignet: Die zweite kommerzielle Mondlandung wurde erfolgreich vollzogen. Die rund zwei Meter hohe und drei Meter breite Landefähre "Blue Ghost" von Firefly Aerospace hat sicher im "Mare Crisium" auf der Mondoberfläche aufgesetzt. Diese Tiefebene hat einen Durchmesser von etwa 500 Kilometern. Live-Übertragungen der NASA und Firefly Aerospace bestätigten das glanzvolle Ereignis.
Der CEO von Firefly, Jason Kim, zeigte sich begeistert: „Alles verlief planmäßig.“ Der Lander steht stabil und bereit, den Mond in den nächsten zwei Wochen mit seinen zehn wissenschaftlichen Instrumenten zu untersuchen. Dabei sollen Daten gesammelt werden, um zukünftige Missionen weiter zu optimieren. Mondlandungen sind dafür bekannt, dass sie außergewöhnliche technische Herausforderungen darstellen. Ein nicht unwesentlicher Aspekt ist die fehlende dichte Atmosphäre, die die Landegeschwindigkeit traditionell kontrolliert abbremsen würde. Kein Wunder, dass die Hälfte aller Landungen mit Schwierigkeiten endeten, berichtet CNN.
Der Pioniergeist spiegelt sich auch in den weiteren Plänen der kommerziellen Raumfahrt wider, die fortlaufend weitere Missionen vorbereitet. Intuitive Machines hatte bereits im vergangenen Jahr mit "Odysseus" erfolgreich die erste kommerzielle Mondlandung für die USA durchgeführt. Auch wenn der Lander umkippte, konnten dennoch wertvolle Daten gewonnen werden.
Der Start der Mission erfolgte im Januar von Floridas Cape Canaveral, mithilfe einer Falcon-9-Rakete von SpaceX. An Bord befand sich ebenfalls die japanische Mondlandefähre "Resilience" von ispace, die auf einer anderen Route den Mond in einigen Monaten erreichen wird.
Das Projekt "Ghost Riders in the Sky" ist Firefly Aerospace’s erste Mondmission und ein Teil des NASA-Programms CLPS (Commercial Lunar Payload Services). Mit CLPS strebt die NASA danach, kostengünstig Wissen durch Kooperationen mit Privatunternehmen zu gewinnen. Insgesamt sind rund 2,6 Milliarden Dollar für diese Unternehmungen bis 2028 veranschlagt.
Vergangenes Jahr leiteten bereits zwei Missionen diesen Fortschritt ein. Astrobotic hatte versucht, mit seiner "Peregrine"-Kapsel zu landen, scheiterte jedoch nach Startproblemen. Intuitive Machines schickte kürzlich einen weiteren Lander namens "Athena" los, der bald sein Ziel erreichen soll.
Die gesammelten Erkenntnisse aus diesen Missionen sollen insbesondere das "Artemis"-Programm der NASA unterstützen, welches das Ziel verfolgt, erstmals eine Frau und eine nicht-weiße Person auf der Mondoberfläche zu landen. Das ambitionierte Programm wird voraussetzlich 2027 realisiert werden, während China bereits bis 2030 Menschen ins All schicken will. Neben den USA soll somit bald eine weitere Nation bereit sein, die prestigeträchtige Mondlandung mit Astronauten zu meistern.

