Neuer Anlauf für Friedensgespräche: Ukraine, Russland und USA verhandeln
Im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos nehmen die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Konflikts neue Fahrt auf. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verkündete nach einer Begegnung mit US-Präsident Donald Trump, dass Vertreter der USA, der Ukraine und Russlands in den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammenkommen sollen. Ziel der Gespräche, die auf Expertenebene in Abu Dhabi geplant sind, ist eine mögliche Beilegung des Kriegs.
Das Treffen, das als Überraschung der USA beschrieben wird, trifft auf ein skeptisches, aber hoffnungsvolles Echo seitens des ukrainischen Präsidenten. Selenskyj betonte die Notwendigkeit, die Bereitschaft Russlands zu Kompromissen auszuloten, und verwies darauf, dass direkte offizielle Treffen zwischen den Kriegsparteien seit Monaten nicht mehr stattgefunden haben. Diese Verhandlungen gestalten sich somit als erster Schritt in Richtung einer potenziellen Entspannung, nach informellen Kontakten in Abu Dhabi, die den Austausch von Kriegsgefangenen behandelten.
Präsident Trump beschrieb das Treffen mit Selenskyj als konstruktiv, betonte jedoch, dass noch ein langer Weg vor ihnen liege. Besonders interessant sei der Fortgang der Gespräche, die Trumps Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin führen sollen. Ziel sei eine klare Botschaft an Moskau: "Der Krieg muss aufhören." Die Verhandlungen zwischen den beiden Präsidenten dauerten etwa eine Stunde und umfassten Themen wie Flugabwehr und Sicherheitsgarantien.
Selenskyj nutzte auch die Gelegenheit, um scharfe Kritik an seinen europäischen Verbündeten und der NATO zu üben. Er warf ihnen mangelnde Unterstützung im Konflikt mit Russland vor und forderte eine nachhaltigere Aufstockung der Streitkräfte. Zudem machte er sich über die symbolischen Solidaritätsbekundungen der europäischen Staaten, wie ihre Truppensendungen nach Grönland, lustig und hinterfragte deren Effektivität.
Trump, der davon überzeugt ist, dass Selenskyj eine Einigung anstrebt, betonte die Dringlichkeit eines Friedensabschlusses. In einer Zeit, in der Kiew mit den anhaltenden russischen Angriffen kämpft und tausende Hochhäuser ohne Heizung sind, scheint eine friedliche Lösung dringender denn je.

