Neue Perspektiven für Wasserstoff-Flugzeuge: Airbus und MTU setzen auf Brennstoffzellen
Im Rahmen der internationalen Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris haben Airbus und MTU einen bedeutenden Schritt in Richtung Zukunft des Fliegens gemacht: Beide Dax-Konzerne unterzeichneten eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Entwicklung einer Brennstoffzelle für Passagierflugzeuge. Diese Technologie soll, angetrieben durch Wasserstoff, als zukunftsweisende Energiequelle dienen.
Zwar hatte Airbus-Chef Guillaume Faury Anfang des Jahres verkündet, dass sich die Einführung eines Wasserstoff-Flugzeugs mit etwa 100 Sitzplätzen über das anvisierte Jahr 2035 hinaus verzögern wird, doch bleibt die Vision langfristig bestehen. Schwierigkeiten sieht Faury vor allem in der Infrastruktur, die für den wirtschaftlichen Betrieb eines solchen Flugzeugs erforderlich wäre. Die Lücke zwischen der aktuellen Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft und den ursprünglichen Annahmen von 2020 bereitet nach wie vor Herausforderungen.
Besonders im Fokus der Kooperation steht die Brennstoffzelle, die durch die Umwandlung von Wasserstoff in Strom das Flugzeug antreiben soll. Diese Lösung grenzt sich klar von der Idee ab, Wasserstoff wie Kerosin in Gasturbinen zu verbrennen. MTU sieht weiterhin das Jahr 2035 als Schlüsseljahr an. Im Rahmen des EU-Technologieprogramms Herops sollen bis dahin Innovationen entwickelt werden, die einen klimaneutralen Elektroantrieb für Regionalflugzeuge ermöglichen.

