Neue Kaufprämie als Turbo für Elektroauto-Markt: Chancen für deutsche Hersteller?
Die jüngst eingeführte Kaufprämie für Elektroautos sieht Bundesumweltminister Carsten Schneider als bedeutenden Schub für die Elektromobilität in Deutschland und zugleich als Antrieb für die heimische Automobilbranche. Gerade die deutsche Autoindustrie hat mit ihrem breiten Angebot an Elektrofahrzeugen gute Aussichten, von dieser Entwicklung zu profitieren. Im Vorjahr stammten rund 80 Prozent der in Deutschland zugelassenen Elektroautos und Plug-in-Hybride aus europäischer Produktion, betonte Schneider. Besonders die führenden Modelle der deutschen Hersteller unterstreichen die Stärke der nationalen Autoindustrie. Der Minister ist optimistisch, dass in diesem Jahr noch weitere und preisgünstigere Modelle auf den Markt kommen werden.
Laut Kraftfahrt-Bundesamt dominieren die Fahrzeuge aus dem VW-Konzern und der BMW-Gruppe die Zulassungsstatistiken für reine Elektroautos. Vor allem die VW-Modelle ID.7 und ID.3 stehen hoch im Kurs. Auch bei den Plug-in-Hybriden sind deutsche Hersteller wie BMW und Mercedes auf den vorderen Plätzen vertreten, obwohl hier die Konkurrenz etwas vielfältiger ist.
Förderungssummen richten sich nach Einkommen und Familienstärke: Haushalte mit niedrigem Einkommen oder Kinder erhalten mehr Unterstützung. Bei einem Jahreseinkommen von bis zu 45.000 Euro sind bis zu 5.000 Euro möglich, während sich die Basisförderung für reine Elektroautos auf 3.000 Euro beläuft. Für Plug-in-Hybride bieten die Richtlinien eine Grundförderung von 1.500 Euro, allerdings nur, wenn diese bestimmte Emissions- und Reichweitenkriterien erfüllen. Die Förderregularien unterliegen zudem einer Überprüfung ab dem 1. Juli 2027. Ziel ist es, die Förderbedingungen künftig stärker am CO2-Ausstoß im realen Einsatz auszurichten.

