Neue Höhenflüge in Asiens Börsenlandschaft nach Wall-Street-Rekorden
Die asiatischen Aktienmärkte starteten mit überwiegend positiven Notierungen in die Woche, angetrieben von einer Rekordjagd auf dem US-Parkett. Japans Nikkei 225 konnte um 1,5% auf 45.729,33 Punkte zulegen. Der Index erholte sich damit von einem Rückgang, der Ende letzter Woche durch Spekulationen über Verkäufe der japanischen Zentralbank ausgelöst wurde. Diese Befürchtungen ließen nach, da Marktteilnehmer eine schrittweise Vorgehensweise erwarten. In Australien verzeichnete der S&P/ASX 200 ein Plus von 0,4% und erreichte 8.811,10 Punkte. Ein ähnlicher Aufwärtstrend ließ sich in Südkorea beobachten, wo der Kospi um 0,8% auf 3.472,82 stieg. Anders verhielt es sich in Hongkong, wo der Hang Seng um 0,9% auf 26.306,60 Punkte fiel. Der Shanghai Composite blieb nahezu unverändert und stieg marginal um weniger als 0,1% auf 3.821,83 Punkte.
Die Euphorie an den Märkten setzte sich fort, nachdem der S&P 500, der Dow Jones Industrial Average und der Nasdaq Composite in den USA ihre Allzeithochs für den zweiten Tag in Folge erzielten. Der S&P 500 stieg um 0,5% auf 6.664,36 Punkte, der Dow Jones legte um 172,85 Punkte auf 46.315,27 Punkte zu und der Nasdaq Composite kletterte um 160,75 Punkte auf 22.631,48 Punkte.
Getrieben wird diese Rally von der Erwartung, dass die US-Notenbank Federal Reserve weitere Zinssenkungen vornimmt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Erst kürzlich hatte die Fed die Zinsen erstmals in diesem Jahr gesenkt. Sollte die Zentralbank ihre Senkungspraxis fortsetzen, könnte dies dem angeschlagenen Immobilienmarkt neuen Schwung verleihen. Allerdings besteht das Risiko, dass die Märkte enttäuscht reagieren könnten, sollte die Fed weniger stark senken als erhofft. Sowohl für dieses als auch für nächstes Jahr wird eine Fortsetzung der Zinssenkungen von Fed-Vertretern angedeutet.
Fed-Chef Jerome Powell betonte letzte Woche die Notwendigkeit einer schnellen Reaktion angesichts hartnäckig hoher Inflation in den USA, während der Arbeitsmarkt Anzeichen einer Abschwächung zeigt. Parallel dazu drohen die Handelszölle von Präsident Donald Trump, die Inflation weiter anzuheizen. Laut Jay Woods, Chef-Marktstratege bei Freedom Capital Markets, zeigt der Markt immer wieder überraschende Aufwärtsbewegungen und die Händler werden diese Woche genau beobachten, was die Fed-Vertreter bei ihren Auftritten zu sagen haben.
Der Rentenmarkt blieb relativ stabil, wobei die Renditen für 10-jährige Staatsanleihen zum Wochenausklang auf 4,12% kletterten. Im Energiesektor stieg der Preis für US-Rohöl um 34 Cent auf 63,02 Dollar pro Barrel, während Brent-Öl um 40 Cent auf 67,08 Dollar anwuchs. Auf dem Devisenmarkt legte der US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen auf 148,31 zu, während der Euro auf 1,1733 Dollar sank.

