Neue Höhen und stabile Entwicklungen: Europas Märkte zum Wochenende
Europas Börsen verabschiedeten sich mehrheitlich stabil in das Wochenende, mit nur wenigen bemerkenswerten Bewegungstrends. Die Ausnahme bildete die Londoner Börse, wo der Leitindex FTSE 100 ein beachtliches Rekordhoch erreichte, sich um 0,70 Prozent verbesserte und bei 9.645,62 Punkten schloss. Der EuroStoxx 50 verzeichnete einen leichten Anstieg von 0,11 Prozent auf 5.674,50 Punkte und schloss damit die Woche mit einem Plus von circa 1,2 Prozent ab. Auch der Schweizer SMI steigerte sich um 0,09 Prozent auf 12.568,18 Punkte.
Die jüngsten US-Inflationsdaten zeigten sich moderater als erwartet und übten nur geringen Einfluss auf die Marktlage aus. Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank sieht hierin dennoch ein deutliches Signal für die US-Notenbank, ihre Zinspolitik weiter zu lockern, womöglich bereits in der nächsten Woche und auch im Dezember.
In der Eurozone zeigten die Konjunkturdaten positive Entwicklungen. Der Anstieg des Einkaufsmanagerindex überraschte vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen positiv.
Spannend war auch die Entwicklung im Energiebereich: Der italienische Konzern Eni verbuchte trotz eines Gewinnrückgangs mehr Ertrag als erwartet und kündigte eine Erweiterung seines Aktienrückkaufprogramms an, was die Aktie um 1,6 Prozent nach oben klettern ließ. Im Bausektor glänzte Holcim mit einem stabil gehaltenen Gewinn trotz Umsatzrückgangs, was die Aktie um 2,7 Prozent zulegen ließ. Dagegen musste Sika einen Kursrückgang von 0,5 Prozent verzeichnen, nachdem ihre Zahlen unter den Erwartungen blieben. Vinci hingegen zog die Investoren nicht an; der Aktienkurs fiel um 2,0 Prozent. Dies trotz eines leichten Wachstums im dritten Quartal, was allerdings durch Schwächen im Flughafensegment überschattet wurde. Einen Lichtblick bot die Sanofi-Aktie, die nach erfreulichen Quartalszahlen um 2,5 Prozent stieg.

