Neue E-Auto-Prämie bleibt unvollständig bekannt - Bundesregierung plant Informationsausbau

Eine neue Umfrage von YouGov offenbart, dass die neue E-Auto-Prämie in Deutschland noch auf mehr Aufmerksamkeit in der Bevölkerung hoffen kann. Von den befragten Personen gab ein Drittel an, bislang nichts von der Fördermaßnahme gehört zu haben. Der Informationsmangel ist noch deutlicher bei jenen, die von der Prämie wissen: 42 Prozent fühlen sich unzureichend informiert, und weitere 12 Prozent sogar sehr schlecht. Im Gegensatz dazu empfindet etwa ein Drittel die Informationslage als ausreichend.
Unterschiedlich fällt auch die Bewertung dieser Prämie aus: Während knapp 20 Prozent der Prämie ablehnend gegenüberstehen, finden 30 Prozent sie gut und weitere 10 Prozent sogar sehr gut. Dennoch bleibt die Wirkung auf Kaufentscheidungen verhalten: Mehr als die Hälfte der Befragten sieht keinen Einfluss der Prämie auf ihre Pläne bezüglich E-Autos, und 21 Prozent schließen E-Autos grundsätzlich aus.
Die Bundesregierung will ihre Informationsinitiative durch gezielte Maßnahmen intensivieren, insbesondere sobald das Antragsportal im Mai live geht. Zwar schließt das Umweltministerium bezahlte Werbung aus, lädt jedoch Hersteller und Händler dazu ein, über die Prämie zu informieren. Diese Prämie bietet Privatkundinnen und -kunden staatliche Förderung von 1.500 bis 6.000 Euro an, abhängig von Fahrzeugtyp und persönlichen Umständen. Eine Einkommensobergrenze von 80.000 Euro (bzw. 90.000 Euro mit zwei Kindern) bleibt Voraussetzung.
Branchenexperten zeigen sich kritisch: Ferdinand Dudenhöffer bezeichnet die Prämie als überflüssig, da Marktentwicklungen wie Rabatte die Nachfrage bereits ankurbeln. Trotz gemischter Reaktionen freut sich die Autoindustrie über kurzfristige Zuwächse im Kundeninteresse, wie Onlineplattformen und Branchenvertreter bestätigen.

