Neue Anklage gegen Ex-Milliardär René Benko: Versteckte Luxusuhren und Bargeld im Fokus
Der einstige Milliardär René Benko sieht sich mit einer weiteren Anklage konfrontiert, die sich um angeblich versteckte Luxusuhren und Bargeld dreht. Wie die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) bekannt gab, steht der Gründer der inzwischen insolventen Signa-Gruppe im Verdacht, Vermögenswerte in Höhe von nahezu 370.000 Euro vor seinen Gläubigern verborgen zu haben. Konkret lautet die Anklage auf betrügerische Krida, ein Begriff aus dem österreichischen Strafrecht, der dem deutschen Bankrott gleicht.
Der Fokus der aktuellen Vorwürfe liegt auf elf hochpreisigen Uhren sowie verschiedenen Schmuckstücken, darunter Manschettenknöpfe und Uhrenarmbänder, deren Gesamtwert sich auf knapp 250.000 Euro beläuft. Zudem soll Benko 120.000 Euro in bar in einem familiären Tresor verwahrt haben.
Bereits im Juli wurde eine erste Anklage gegen Benko erhoben, in der ihm ebenfalls betrügerische Krida vorgeworfen wird. Darin beschuldigt man ihn, noch vor der absehbaren Insolvenz seiner Angehörigen großzügige Geldgeschenke in Höhe von 300.000 Euro gemacht zu haben. Aufgrund dieser Anklage wird sich der 48-jährige Geschäftsmann ab dem 14. Oktober in einem Prozess in Innsbruck verantworten müssen, bei dem ihm bis zu zehn Jahre Haft drohen.
Benkos Anwalt hat sich zu den jüngsten Entwicklungen nicht geäußert und in der Vergangenheit alle erhobenen Anschuldigungen gegen seinen Mandanten zurückgewiesen. Die österreichische Justiz untersucht weiterhin in mehreren Verfahren die pleite gegangene Signa-Gruppe, die auch mit prestigeträchtigen Projekten wie dem Hamburger Elbtower, der Galeria-Warenhausgruppe und dem KaDeWe in Verbindung steht.

