Neue Ära des Naturschutzes: Polen plant Nationalpark an der Oder
Nach einer mehr als zwei Jahrzehnte andauernden Pause hat Polen entschieden, einen weiteren Schritt im Naturschutz zu wagen. Das polnische Parlament, der Sejm, hat die Einrichtung des 'Nationalparks Unteres Odertal' beschlossen. Dieser neue Park, der sich an der deutsch-polnischen Grenze befindet, ist der erste seiner Art in Polen seit 24 Jahren. Nun liegt es an der zweiten Kammer des Parlaments, dem Senat, diesem Beschluss ihre Zustimmung zu geben.
Mit einer Fläche von etwa 3.800 Hektar soll der Nationalpark einen besseren Schutz der einzigartigen Auenlandschaft bieten, wie Umweltministerin Paulina Hennig-Kloska betonte. Die Region, die schon seit langem als Landschaftsschutzgebiet bekannt ist, beherbergt die zum Schutz vor Hochwasser errichteten Polder, die Anfang des 20. Jahrhunderts nach niederländischem Vorbild geschaffen wurden.
Bereits seit 1995 existiert auf der deutschen Seite ein Nationalpark Unteres Odertal, der sich über beeindruckende 10.000 Hektar erstreckt. Die neu geschaffene polnische Schutzzone wird direkt an diese angrenzt sein und sowohl Brandenburg als auch Mecklenburg-Vorpommern berühren, wodurch ein einheitliches und grenzübergreifendes Naturschutzgebiet entsteht. Dieses Vorhaben markiert einen bedeutenden Meilenstein in der deutsch-polnischen Zusammenarbeit im Bereich der Umwelterhaltung.

