Nestlé ruft Babymilchpulver als Vorsichtsmaßnahme zurück

Der Schweizer Nahrungsmittelriese Nestlé hat in Frankreich den Rückruf eines Babymilchpulvers initiiert. Anlass für diese Entscheidung ist der Nachweis eines Bakteriums in einer Produktionslinie. Konkret handelt es sich dabei um den Fund sehr geringer Mengen des Toxins Cereulid, das durch das Bakterium Bacillus cereus entstehen kann. Das betroffene Produkt, Guigoz Optipro Relais 1, ist für Neugeborene bis zu einem Alter von sechs Monaten bestimmt.
Die Fachleute von Nestlé betonen, dass Bacillus cereus zwar häufig in Rohstoffen und gelegentlich in Lebensmitteln vorkommt, die meisten Stämme jedoch keine Lebensmittelsicherheit beeinträchtigen. Dennoch hat das Unternehmen beschlossen, die gesamte betroffene Produktionslinie und deren Chargen vorsorglich zurückzurufen, um das Risiko für die Verbraucher, insbesondere für die empfindliche Zielgruppe, zu minimieren.
Die Rückrufaktion wird in enger Kooperation mit den zuständigen Behörden durchgeführt. Der nationale Apothekerverband ließ verlauten, dass der Rückruf bereits vor zwei Tagen gestartet wurde. Bislang sei erfreulicherweise kein Krankheitsfall im Zusammenhang mit den zurückgerufenen Produkten bekannt geworden. Andere Guigoz-Produkte sind von dieser Maßnahme nicht betroffen.

