Nato demonstriert Schlagkraft bei amphibischer Großübung 'Steadfast Dart 26'
Mit einem eindrucksvollen Aufgebot an Marineeinheiten und Spezialeinheiten markiert die Nato an der Küste Schleswig-Holsteins den Auftakt zu ihrer bislang größten militärischen Übung in diesem Jahr. Unter dem Codenamen "Steadfast Dart 26" starteten bereits in den frühen Morgenstunden Verstärkungskräfte der prestigeträchtigen Allied Reaction Force (ARF), meist als "Speerspitze der Nato" betitelt, die Landung über den Truppenübungsplatz Putlos, nicht weit von der Insel Fehmarn entfernt. Ziel dieser umfassenden Militärübung ist es, die Fähigkeit der Nato zu demonstrieren, ihre Kräfte aus Südeuropa kurzfristig an die östlichen Grenzen des Bündnisses zu versetzen.
Interessanterweise findet diese Operation ohne direkte Beteiligung der USA statt, ein bemerkenswerter Aspekt in der sonst stark transatlantisch geprägten Allianz. Der Startschuss erfolgte mit Einsatz von Tauchern und anderen Spezialkräften, bevor Landungsboote die Truppenverstärkung hinzubrachten.
Insgesamt sind es 15 Schiffe, die mit an Bord befindlichen 2.600 Soldaten am amphibischen Manöver teilnehmen. Die Übung umfasst 10.000 Soldaten, über 1.500 Fahrzeuge und 17 Kriegsschiffe aus 13 verschiedenen Ländern.
Besonders bemerkenswerte Beiträge kommen aus der Türkei, Spanien, Italien und Griechenland, die mit ihren Kräften den Löwenanteil dieser multinationalen Operation bestreiten. Bei den zahlreichen offiziellen Beobachtern dieser Großübung ist auch der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) anwesend.
Er wird später, gemeinsam mit dem deutschen Nato-General Ingo Gerhartz, Statements abgeben. Gerhartz, der in Brunssum, Niederlande, das Kommando über das für Mitteleuropa zuständige "Allied Joint Force Command" führt, spielt eine zentrale Rolle in der strategischen Aufstellung der Nato von der atlantischen Küste bis hin zur östlichen Grenzlinie des Bündnisses.

