Nasdaq-Rally befeuert durch Künstliche Intelligenz – OpenAI und Technologiewerte im Fokus
An der Technologiebörse Nasdaq hält der Höhenflug an, getrieben durch das Interesse an Künstlicher Intelligenz (KI). Zu Handelsbeginn erklomm der S&P 500 ein neues Rekordhoch, verlor jedoch im Laufe des Tages einen Teil seiner Gewinne. Auslöser der Optimismuswelle ist die angebliche erhebliche Neubewertung von OpenAI, bekannt als Entwickler von ChatGPT.
Der Nasdaq 100-Index legte vor Börsenschluss um 0,31 Prozent zu und stand bei 24.880 Punkten, nachdem er zeitweise die 24.900 Punkte-Marke überschritten hatte. Der S&P 500 legte marginal um 0,04 Prozent auf 6.714 Punkte zu, während der Dow Jones Industrial mit einem Plus von 0,11 Prozent bei 46.494 Punkten schloss.
Gedämpft wurde die Entwicklung von den anhaltenden Unsicherheiten rund um den US-Regierungsstillstand. Aufgrund des "Shutdowns" wurden keine neuen Konjunkturdaten veröffentlicht, was unter anderem auch die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten betraf. Die Hoffnung auf bevorstehende Zinssenkungen erhielt durch die schwachen Daten aus dem privaten Arbeitssektor zusätzliche Nahrung. Laut dem FedWatch-Tool liegt die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Schritt nun bei 99 Prozent.
Besonders gefragt waren Technologiewerte. Neue Informationen zu OpenAI lassen auf eine Bewertung von rund einer halben Billion US-Dollar schließen, womit das Unternehmen SpaceX als wertvollstes Start-up überholt hat. KI-orientierte Aktien reagierten mit Kursgewinnen: Nvidia setzte seinen Aufwärtstrend fort und stieg um 1,0 Prozent, während Lam Research um 2,2 Prozent zulegte. AMD konnte um 3,7 Prozent zulegen, wobei eine Meldung über mögliche Kooperationen mit Intel für weiteren Aufwind sorgte. Intel selbst verzeichnete einen Anstieg von 2,8 Prozent.
Tesla musste hingegen zuletzt einen Rückschlag von 4,0 Prozent hinnehmen, obwohl der E-Autobauer einen Verkaufsrekord feiern konnte. Analysten äußerten jedoch Zweifel über die Zukunftsaussichten, insbesondere mit Blick auf handelbare Emissionszertifikate und die Nachfrage in einem nicht subventionierten Markt. Rivian sah sich mit einem Kursrückgang von 8,3 Prozent konfrontiert, als das Unternehmen seine Auslieferungsprognosen nach unten korrigierte.
Interessantes tat sich auch bei den Kreditauskunfteien: Equifax und Transunion verloren teils deutlich, während Fico um fast 20 Prozent zulegte. Letzteres Unternehmen kündigte ein neues Vertriebsmodell an, welches die Vermittlung von Bewertungen ohne die großen Kreditagenturen ermöglichen soll.

