Nachtzuggipfel: Frankreich spart und die Nachtzüge wanken
Die Zukunft des beliebten Nachtzugs zwischen Paris und Berlin steht auf der Kippe, da Frankreich die finanzielle Unterstützung zum Fahrplanwechsel im Dezember einstellen will. Der Wegfall der staatlichen Zuschüsse, die bisher von der SNCF in Anspruch genommen wurden, droht den Betrieb dieser sowie der Strecke Paris-Wien nach nur zwei Jahren zum Erliegen zu bringen. Das französische Transportministerium verwies ihre Verantwortung auf das gereichte Budget für 2026, das infolge der hoch verschuldeten Staatskasse entstand.
Der SNCF wurde seitens der Regierung auferlegt, rentabel zu arbeiten; ein notwendiger Schritt im Rahmen der Sparmaßnahmen, die auf den Sturz der Regierung infolge von Budgetstreitigkeiten folgten. Zudem erhob die Initiative "Oui au train de nuit!" Kritik an den bestehenden Verbindungen, die lediglich dreimal wöchentlich verkehren und im französischen Buchungsportal nur schwer verfügbar sind.
Als Antwort auf die drohende Einstellung wurde eine Petition zur Rettung der Nachtzüge gestartet, die rasch Unterstützung durch fast 15.000 Unterzeichner fand. Die Initiative plant außerdem Proteste, darunter eine Demonstration am Pariser Gare de L'Est, um auf die Bedeutung der Verbindung hinzuweisen.

