N26: Erneute Turbulenzen mit der Finanzaufsicht

Die digitale Bank N26 sieht sich erneut den strengen Blicken der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) ausgesetzt. Aufgrund signifikanter Defizite im Risiko- und Beschwerdemanagement sowie Schwächen in der Kreditorganisationsstruktur hat die Behörde eine Reihe von Optimierungsmaßnahmen eingefordert. Die Bafin verlangt, dass die N26 Bank SE effektive Schritte zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation unternimmt und hat einen Sonderbeauftragten eingesetzt, um die Umsetzung der Auflagen zu überwachen.
Während sowohl eine Sonderprüfung als auch die Jahresabschlussprüfung für 2024 erhebliche organisatorische Mängel aufdeckten, führte dies bei der N26 nicht nur zu internen Managementveränderungen, sondern auch zu einschneidenden Geschäftsmodifikationen. So darf die Instanz nun keine neuen Hypothekengeschäfte in den Niederlanden abschließen und ist von der Verbriefung entsprechender Forderungen ausgeschlossen.
Um den Geschäftsbetrieb risikoresistenter zu gestalten, hat die Bafin zusätzliche Eigenkapitalanforderungen eingeführt, die seit Mitte Dezember 2025 verbindlich sind. Diese Anweisungen sind Teil einer längeren Reihe von regulatorischen Herausforderungen, die N26 seit 2021 plagen, als die Aufsicht erstmals Mängel in der Geldwäscheprävention bemängelte und infolgedessen erhebliche Bußgelder verhängte.
Obwohl die Bank bereits früher von einem intensiveren Monitoring durch einen Sonderbeauftragten betroffen war, bleibt abzuwarten, wie N26 die aktuelle Situation bewältigen wird. Trotz dieser Schwierigkeiten verzeichnet das Unternehmen, das in 24 europäischen Ländern aktiv ist, eine stabile Kundenbasis von 4,8 Millionen ertragsrelevanten Nutzern.

