"My Old Ass": Unkonventionelle Coming-of-Age-Komödie begeistert
Der Übergang von der Jugend ins Erwachsenenleben ist eine Zeit des Umbruchs. Diesen Moment fängt die neue Komödie "My Old Ass" von Megan Park auf beeindruckende Weise ein. Die Protagonistin Elliott (Maisy Stella) feiert ihren 18. Geburtstag in Muskoka, Ontario, einem beschaulichen Ort, der für seine Familienbetriebe und den Anbau von Cranberries bekannt ist. Sie besitzt ein klappriges Motorboot, pflegt enge Freundschaften und hat sich in das Mädchen hinter der Theke des örtlichen Cafés verguckt. Kurz vor dem Umzug nach Toronto, um ein neues Lebenskapitel zu beginnen, plant sie mit ihren Freundinnen Ro (Kerrice Brooks) und Ruthie (Maddie Ziegler) eine besondere Erfahrung: eine psychedelische Reise.
Der Film ist kein typischer Coming-of-Age-Film. Stattdessen beleuchtet "My Old Ass" sowohl die jugendliche Euphorie als auch die Reue des mittleren Alters. Elliott ist eine erfrischend vielschichtige Figur. Diese Komplexität erinnert an Charaktere aus Filmen wie "The Edge of Seventeen" mit Haley Lu Richardson oder "Lady Bird" mit Saoirse Ronan. Komisch, fähig und selbstbewusst, sticht sie aus dem stereotypischen Bild der Teenager-Heldin heraus.
Ein Höhepunkt des Films ist die psychedelische Reise, auf der Elliott ihre eigene Zukunftsversion, gespielt von Aubrey Plaza, trifft. Die ältere Elliott ist eine zynische Ph.D.-Studentin, die der jüngeren Elliott kluge Ratschläge gibt. Trotz der temporären Wirkung der Drogen bleibt die Verbindung zwischen den beiden Versionen von Elliott bestehen und trägt zu einer tiefgehenden emotionalen Handlung bei.
Diese innovative Erzählweise und die gelungene Darstellung der Figuren machen "My Old Ass" zu einem Must-See für Fans von Jugendfilmen mit Tiefgang und Humor.

