Monster Hunter Wilds: Capcoms Patch behebt endlich bizarre DLC-Performance-Anomalie
Das PC-Abenteuer Monster Hunter Wilds kämpfte seit Launch mit einem geradezu absurden Performance-Problem: Spieler mit umfangreichem Kosmetik-DLC-Besitz erlebten bessere Framerates als jene ohne zusätzliche Inhalte. Ein Reddit-Nutzer deckte Anfang Januar auf, dass das Spiel permanent DLC-Besitz überprüfte und dadurch Rechenkapazität verschwendete. Findige Modder kreierten daraufhin einen Fix, der dem Spiel vorgaukelte, sämtliche DLCs seien bereits vorhanden. Nun schiebt Capcom mit Update 1.040.03.01 die offizielle Lösung nach – inklusive Steam-spezifischer Optimierungen, überarbeiteter Textur-Streaming-Prozesse und einer erstaunlichen Speicherplatz-Reduktion von 45 GB für Nutzer des High-Resolution-Pakets. Doch was steckt genau hinter diesem technischen Kuriosum, und reichen die Maßnahmen aus?
DLC-Check-Wahnsinn am Support Desk Felyne
Die ursprüngliche Entdeckung klang wie ein schlechter Scherz: Wer 500 Dollar in Kosmetik-DLC investierte, erhielt unbeabsichtigt bessere Performance. Tiefergehende Tests offenbarten, dass das Problem primär in der Nähe des Support Desk Felyne auftrat – jenes NPC, der für DLC-Besitz-Checks zuständig ist. Das Spiel überprüfte offenbar kontinuierlich die DLC-Bibliothek, was zu drastischen Framerate-Einbrüchen führte, wenn kein DLC vorhanden war. Capcom bestätigt nun in den Patch Notes von Version 1.040.03.01, dass dieses spezifische Problem behoben wurde. Die 2 GB große Aktualisierung adressiert zudem Steam-spezifische Prozesslast-Probleme und bietet neue Optionen zur weiteren Reduktion anderer Verarbeitungslasten.
Textur-Pack-Überarbeitung spart 45 GB Speicherplatz
Nutzer des High-Resolution-Texturpakets müssen beim Update rund 31 GB neu herunterladen – eine temporäre Unannehmlichkeit, die sich jedoch auszahlt. Die überarbeiteten Texturen resultieren letztlich in einer Speicherplatz-Reduktion von 45 GB, ein willkommener Nebeneffekt der Optimierungen. Capcom empfiehlt dringend aktuelle Grafiktreiber: Nvidia-Nutzer sollten auf Version 581.57 oder neuer setzen, AMD-Anwender auf 25.9.1 oder 25.9.2. Vorsicht geboten ist bei Radeon-GPUs mit Treiberversion 25.10.2 oder höher – Capcom warnt vor „einigen Problemen“, die identifiziert wurden, ohne allerdings ins Detail zu gehen. Diese vage Formulierung dürfte AMD-Nutzer verunsichern, die womöglich zwischen Performance-Verbesserungen und potenziellen Stabilitätsproblemen abwägen müssen.
Weitere Optimierungen für Mitte Februar angekündigt
Das heutige Update markiert nur den ersten Schritt. Capcom kündigte bereits für den 18. Februar ein weiteres Patch an, das zusätzliche Stabilitäts- und Performance-Verbesserungen bringen soll. Konkret plant das Unternehmen, GPU-Verarbeitungslasten durch Hinzufügen weiterer LOD-Stufen zu reduzieren – ein technischer Kniff, der dem Spiel mehr Qualitätsstufen für Objektdetails in unterschiedlichen Entfernungen verschafft. Diese gestaffelte Herangehensweise deutet darauf hin, dass Capcom bewusst ist, wie gravierend die PC-Performance-Probleme sind, und versucht, schrittweise Verbesserungen zu liefern, anstatt ein einzelnes Monster-Patch zu riskieren, das möglicherweise neue Probleme schafft.
Community-Entdeckungen treiben offizielle Fixes voran
Die gesamte Situation unterstreicht die Bedeutung engagierter Gaming-Communities. Ohne die akribischen Tests jenes Reddit-Users, der die DLC-Performance-Korrelation entdeckte, und ohne die Modder-Szene, die einen temporären Workaround schuf, hätte Capcom das Problem möglicherweise später oder gar nicht identifiziert. Monster Hunter Wilds verkaufte sich trotz technischer Startschwierigkeiten hervorragend und überschritt kürzlich einen wichtigen Verkaufsmeilenstein laut Capcoms Geschäftsbericht. Die Frage bleibt: Werden die angekündigten Februar-Optimierungen ausreichen, um das Spiel auf PC auf Konsolenniveau zu bringen, oder benötigt die Plattform fundamentalere Engine-Überarbeitungen?



