Amazon plant milliardenschwere Investition in KI-Pionier OpenAI
Amazon zeigt erneut seine Ambitionen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und erwägt, bis zu 50 Milliarden US-Dollar in den ChatGPT-Entwickler OpenAI zu investieren. Der Finanzdienst Bloomberg berichtet, dass Teil des Deals die Nutzung von Amazons Rechenleistung durch OpenAI sein könnte. Im Gegenzug könnte Amazon Zugang zu den fortschrittlichen KI-Modellen von OpenAI erhalten und so seine ohnehin starke Marktposition im Bereich Cloud-Dienste und KI festigen.
Laut dem Wall Street Journal soll OpenAI durch die aktuelle Finanzierungsrunde mit beeindruckenden 830 Milliarden Dollar bewertet werden. Amazon würde damit erheblich zu den geplanten 100 Milliarden Dollar beitragen, die OpenAI in dieser Runde sammeln möchte. Bemerkenswert ist, dass Amazon auch in den OpenAI-Wettbewerber Anthropic investiert ist, der mit seinem Produkt "Claude" eine Alternative zu ChatGPT bietet.
Der Wirtschaftssender CNBC deutet an, dass die Investition von Amazon in den kommenden Wochen konkretisiert werden könnte. Der Konzern strebt verstärkte Aktivitäten im Bereich Künstliche Intelligenz an und hat kürzlich einen Stellenabbau von 30.000 Plätzen in der Verwaltung angekündigt, um Ressourcen für den KI-Ausbau umzulenken.
Der KI-Boom zeigt keine Anzeichen der Verlangsamung, insbesondere seit der Markteinführung von ChatGPT Ende 2022. OpenAI berichtet von über 800 Millionen wöchentlich aktiven Nutzern. Unternehmen wie Google, Meta und OpenAI selbst investieren hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau ihrer Rechenzentren. Skeptiker äußern jedoch Bedenken, ob diese riesigen Investitionen jemals zurückfließen werden. Dennoch hält die Geschwindigkeit der milliardenschweren Finanzierungsrunden unvermindert an. Dabei spielen zirkuläre Deals, wie sie der Chiphersteller Nvidia praktiziert, eine wichtige Rolle, indem KI-Entwickler Firmen mit Finanzspritzen Halbleiter-Technik erwerben.
Das Wall Street Journal berichtet weiterhin, dass OpenAI seine Börsengang-Pläne beschleunigt und im vierten Quartal Aktien platzieren möchte. Gespräche mit Wall-Street-Banken werden laut informierten Kreisen bereits geführt.

