Miningscout.de – Gefährliche China-Dominanz: Nordamerika braucht Trendmetall Mangan aus sicheren Ländern

03. Dezember 2025, 08:22 Uhr · Quelle: Pressebox
Nordamerika verliert durch Chinas Mangan-Dominanz an Souveränität. Aftermath Silvers Peruprojekt mit Mangan, Silber und Kupfer könnte neue Chancen eröffnen.

Buchkirchen, 03.12.2025 (PresseBox) - Nordamerika benötigt Mangan, produziert aber keines. Das Batteriemetall könnte angesichts der chinesischen Marktdominanz trotz bislang moderater Preise stärker ins Rampenlicht rücken – und mit ihm Manganexplorer in Ländern außerhalb Pekings Einfluss.

Der Explorer Aftermath Silver (ISIN: CA00831V2057, WKN: A2DMFN) beschleunigt aktuell sein Polymetallprojekt Berenguela. Hier, im Südosten Perus, im Departamento Puno, auf einer Höhe von 4.200 m, etwa 50 km südwestlich der Stadt Juliaca und 6 km nordöstlich der Stadt Santa Lucia, sucht das Unternehmen nach drei Metallen, die derzeit außerordentlich gefragt sind: Silber, Kupfer – und Mangan.

Ende November wurde die letzte Zahlung für den Projekterwerb geleistet – rund ein Jahr vor der mit den Verkäufern vereinbarten Zahlungsfrist. Ralph Rushton, CEO von Aftermath, kündigte anlässlich der Erweiterung des Portfolios an: „Wir beginnen nun mit einer umfassenden Vorstudie zur Machbarkeit von Berenguela, in der die Produktion von Silber, Kupfer und Mangan geprüft wird.“

Aftermath schloss im Mai 2022 ein erstes Bohrprogramm mit 63 Diamantkernbohrungen und einer Gesamtbohrlänge von 6.168 m ab. Es gibt bereits ein recht detailliertes Bild von dem, was unter der Erde lagern könnte. Berenguela ist eine epithermale, polymetallische Karbonat-Ersatzlagerstätte. Die Mineralisierung erstreckt sich von der Oberfläche bis in eine Tiefe von etwa 100 m. Die Lagerstätte weist eine bekannte Streichlänge von 1,4 km auf und ist 200 bis 300 m breit sowie 30 bis 100 m mächtig. Eingelagert sind stockwerkartige Körper aus Manganoxiden.

Bedeutende Mangan-Ressourcen in Peru

Die Bedeutung des Mangans für den Projekterfolg ist nicht zu unterschätzen, wenngleich das Batteriemetall derzeit weniger medial präsent ist als das haussierende Silber und das zukünftig als chronisch knapp eingestufte Kupfer. Zum einen macht Mangan in der relativen Gewichtung der Metalle in den Mineralressourcen von Berenguela 44 % aus. Zum anderen weist Mangan die Merkmale eines Rohstoffs auf, die derzeit Regierungen weltweit zum Handeln veranlassen: Es wird für Zukunftstechnologien dringend benötigt und durch China dominiert.

Besonders beargwöhnt wird diese Abhängigkeit in den USA. Laut US Geological Survey gibt es dort bereits seit 1970 im Wesentlichen keine inländische Manganproduktion mehr. Das schafft Abhängigkeiten bei einem Rohstoff, der in der Stahlverarbeitung ebenso benötigt wird wie für Elektroautos und Batteriespeicher. Insbesondere hochreines elektrolytisches Manganmetall (HPEMM) und hochreines Mangansulfat-Monohydrat (HPMSM) sind essentielle Rohstoffe für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge.

China dominiert Manganmarkt

90–95 % der HPMSM-Produktion stammen derzeit aus China, wobei die Raffinationskapazität anderswo sehr begrenzt ist – so erläutert Aftermath Silver die Situation auf dem Manganmarkt gegenüber Investoren. Die Volksrepublik verfüge über „Marktkontrolle mit der Fähigkeit, strategische Entscheidungen westlicher OEMs durch Mengen- und Preiskontrollen für HPMSM zu steuern.“

Die USA haben – ebenso wie die EU – Mangan als kritisches Mineral eingestuft und versuchen, die Abhängigkeit von Importen zu verringern. Dabei kann langfristig ein Wiederanfahren der inländischen Produktion helfen. Eine wichtige Rolle dürften jedoch auch Zulieferer aus Ländern spielen, die nicht dem chinesischen Einflussbereich zugeordnet werden – wie etwa Peru, wo Aftermath Silver Berenguela vorantreibt.

Der Explorer sieht das Projekt günstig positioniert: Initiale metallurgische Arbeiten weisen auf die Möglichkeit hin, Mangansulfat in einer Reinheit von 99,9 % zu gewinnen, die für Batteriequalität benötigt wird.

Aus Sicht von Explorern, die Projekte in Stadien Jahre vom Produktionsbeginn entfernt entwickeln, sind die potenziellen Produktionskosten ein wichtiges Beurteilungskriterium. Wird Mangan auf dem durch China dominierten Weltmarkt verkauft, ist Konkurrenzfähigkeit auch zu niedrigen Preisen notwendig, weil die Volksrepublik ihre Dominanz auf verschiedenen Rohstoffmärkten zur Überproduktion nutzt.

Manganprojekte aus sicheren Ländern gefragt

So sagt etwa Ricardo Jose, COO von Consolidated Minerals, das Mangan für seine chinesische Muttergesellschaft Ningxia Tianyuan Manganese Industry (TMI) produziert, im Hinblick auf die Expansionspläne seines Unternehmens u. a. in Australien und Ghana: „Dieses geplante Produktionswachstum von Consolidated Minerals und anderen Unternehmen kann nur zu einem Überangebot und damit zu einem Preisverfall führen, und irgendjemand wird seine Kostenstrukturen überarbeiten oder ganz aufgeben müssen.“ Dabei kalkuliert Jose ein, dass „der Stahlbedarf aus China und Mitteleuropa aufgrund des Wettlaufs um die Produktion von mehr Waffen“ steigen wird.

Im Hinblick auf die Kosten sieht Aftermath Silver sein Manganprojekt grundsätzlich gut aufgestellt. Es handelt sich um eine große, oberflächennahe Lagerstätte, die das Potenzial für Tagebau aufweist. Essentielle Infrastruktur wie Straßen, Schienen und Elektrizitätsnetze befindet sich im Umkreis weniger Kilometer. Und nicht zuletzt: Mit Silber und Kupfer beherbergt das Projekt zwei weitere gefragte Metalle, die bei kombiniertem Abbau die Exposition gegenüber Marktpreisrisiken reduzieren.

Die derzeitige Entwicklung auf verschiedenen Rohstoffmärkten spricht jedoch dafür, dass Weltmarktpreise künftig aus geostrategischen Gründen um tarifäre und fiskalpolitische Komponenten ergänzt werden, es also mehrere, regional fragmentierte Preise gibt. Von einer solchen Entwicklung könnten Manganproduzenten in Peru potenziell profitieren, da das Land ein Freihandelsabkommen mit den USA abgeschlossen hat und deshalb besser positioniert ist als Länder ohne ein solches Abkommen.

Auch mit Kanada, wo derzeit ebenfalls kein Mangan produziert wird, besteht ein solches Abkommen. Kanada ist nicht nur formal das Sitzland von Aftermath Silver: Der kanadische Bergbauinvestor Eric Sprott besitzt fast ein Viertel des Unternehmens. Auch in andere Unternehmen wie Euro Manganese (ISIN: CA29872T2092, WKN: A412JN) und Manganese X Energy (ISIN: CA5626783008, WKN: A3CY96) hat Sprott investiert.

Dass ganz Nordamerika nahezu vollständig auf Manganimporte angewiesen ist, dürfte im aktuellen geopolitischen Umfeld ein vorübergehendes Phänomen sein. Da die Nachfrage auf absehbare Zeit kaum vollständig durch inländische Produktion gedeckt werden dürfte, rücken Explorer mit Projekten in verbundenen Ländern ins Rampenlicht. In Kombination mit der günstigen Geologie könnte Aftermath Silver bei Berenguela künftig größeres Potenzial heben – was dann auch dem Aktienkurs des Unternehmens weiteren Auftrieb geben dürfte.

Weitere Informationen zu Aftermath Silver finden Sie im Unternehmensprofil aufMiningscout.de:

https://www.miningscout.de/minenaktien/aftermath-silver-ltd/

Aftermath Silver Ltd.
TSX-Venture: AAG
ISIN: CA00831V2057
WKN: A2DMFN
Webseite:www.aftermathsilver.com

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