Resident Evil Requiem bringt Capcom kräftigen Gewinnanstieg – Prognose erhöht
Das Horror-Abenteuer Resident Evil Requiem hat Capcom offensichtlich einen perfekten Start beschert. Das Unternehmen reagierte jetzt mit einer deutlichen Erhöhung seiner Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr. Was genau hinter diesen beeindruckenden Zahlen steckt und wie nachhaltig dieser Erfolg wirklich ist, wertet der japanische Publisher selbst aus.
Die Zahlen sprechen für sich
Capcom hat seine Ertragsprognose für das Geschäftsjahr 2026 deutlich nach oben korrigiert. Das Unternehmen erwartet nun Nettoeinnahmen von etwa 1,29 Milliarden Euro (ursprünglich 1,26 Milliarden Euro), was einer Steigerung von 2,8 Prozent entspricht. Das klingt moderat, aber die Gesamtbilanz wird damit von neuesten Markttrends geprägt: Der operative Gewinn soll auf rund 493 Millionen Euro anwachsen, der gewöhnliche Gewinn auf etwa 487 Millionen Euro. Der Gewinn pro Aktie wird mit etwa 8,56 Euro erwartet – deutlich höher als die ursprüngliche Prognose von etwa 8,03 Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr schrieb Capcom rund 1,11 Milliarden Euro ein.
Diese Zahlenverschiebung wird hauptsächlich durch den spektakulären Start von Resident Evil Requiem getragen. Das Horror-Epos hat seit seiner Veröffentlichung im Februar bereits 7 Millionen Exemplare verkauft und ist damit eine der erfolgreichsten Veröffentlichungen der gesamten Franchise-Geschichte. In den USA rangiert das Spiel mittlerweile in den Top fünf der erfolgreichsten Resident Evil Titel überhaupt – nur Resident Evil 5, Resident Evil 4 Remake, Resident Evil Village und das Original Resident Evil 4 haben mehr Exemplare bewegt. Capcom selbst betont, dass die weltweite Zustimmung nicht nur Resident Evil Requiem zugute kam: Ältere Klassiker der Serie erlebten durch die Aufmerksamkeit einen regelrechten Verkaufsboom.
Weit mehr als nur ein Videospiel
Das Spiel ist über alle gängigen Plattformen erhältlich – PC über Steam, PlayStation 5, Xbox Series X und S sowie die Nintendo Switch 2. Standard-Edition kostet bei Steam knapp 70 Euro, im PlayStation Store lädt Capcom 89,99 Euro für die Standard-Edition auf. Der Erfolg beschränkt sich aber nicht nur auf die Spielsparte. Capcom betont, dass auch seine Arcade-Automaten und sonstigen Unterhaltungsgeräte erfreuliche Geschäftszahlen zeigen. Die gesamte Digital-Contents-Sparte profitiert von der starken Position im Portfolio.
Mercenaries-Modus könnte zurückkehren
Ein großer Diskussionspunkt rund um Resident Evil Requiem ist die Frage nach zusätzlichen Spielmodi. Dataminer haben kürzlich indiziert, dass der legendäre Mercenaries-Modus möglicherweise sein Comeback feiert. Bislang hat Capcom lediglich bestätigt, dass ein neuer Mini-Game-Modus geplant ist – eine offizielle Bestätigung für Mercenaries steht aber noch aus. Die entdeckten Musikspuren deuten allerdings stark darauf hin: Zehn Tracks wurden in der Basis-Version nicht verwendet, einige davon haben ein hohes Tempo, das perfekt zum schnelllebigen Actioncharakter von Mercenaries passt. Die Community wartet derzeit mit Spannung auf weitere Ankündigungen von Capcom.

