Großwerden in unsicheren Zeiten: Was Kita-Kinder heute wirklich brauchen
Ein Novum in der Kita-Landschaft: KMK kinderzimmer stärkt mit pädagogischer Multiplikatorin Hannah Franz Resilienz, Achtsamkeit und sozial-emotionale Kompetenzen von Kindern und Fachkräften.
Hamburg, 30.04.2026 (lifePR) - Kinder wachsen heute in einer Welt auf, die von Tempo, Veränderungen und steigenden Anforderungen geprägt ist. Gleichzeitig wird seit Jahren intensiv darüber diskutiert, wie stark schon junge Menschen psychisch belastet sind – und was sie brauchen, um mit Unsicherheiten, Reizüberflutung und sozialen Herausforderungen gut umzugehen. Für den größten privaten Hamburger Kita-Träger KMK kinderzimmer mit rund 3000 betreuten Kindern ist die Antwort klar: Frühkindliche Bildung muss nicht nur auf die Schule, sondern vor allem auf das Leben vorbereiten. Eine zentrale Rolle spielt dabei Hannah Franz, die seit Januar 2026 als pädagogische Multiplikatorin und Content Creatorin beim Träger tätig ist.
Mit ihrer Arbeit steht Hannah Franz für einen pädagogischen Ansatz, der Basiskompetenzen wie Resilienz, Gefühlsregulation, Empathie und Selbstvertrauen gezielt stärkt: Kinder früh darin zu unterstützen, innere Stabilität zu entwickeln – und pädagogische Fachkräfte zugleich in einer Arbeit zu stärken, die emotional fordernder denn je ist.
Mehr als Schreiben und Rechnen
Hannah Franz hat Kindheitspädagogik studiert, internationale Praxiserfahrungen gesammelt und sich zusätzlich zur Kinderyoga-Lehrerin sowie Achtsamkeitstrainerin für Kinder ausbilden lassen. Seit 2019 war sie bei KMK kinderzimmer in der Vorschularbeit tätig, begleitete Auszubildende und baute Achtsamkeitsimpulse für Kinder, Teams und Eltern weiter aus. In ihrer heutigen Rolle unterstützt sie Fachkräfte standortübergreifend unter anderem in den Bereichen Vorschularbeit, Achtsamkeit mit Kindern, pädagogische Grundhaltung und mentale Gesundheit im Kita-Alltag. Gerade in einer Zeit, in der KI immer mehr Aufgaben übernimmt, kommt es darauf an, Kinder in dem zu stärken, was sie als Menschen auszeichnet“, sagt Hannah Franz. „Wirklich entscheidend für den Schulstart – und das Leben allgemein - sind Basiskompetenzen wie Frustrationsfähigkeit, Gefühlsregulation, Konfliktfähigkeit, Selbstorganisation, Selbstwert und Freude am Lernen.“
Emotionale Fitness von Anfang an
Für Hannah Franz beginnen Achtsamkeit und sozial-emotionale Entwicklung nicht erst in der Vorschule. „Diese Kompetenzen werden nicht kurz vor der Einschulung einmal abgearbeitet“, sagt sie. „Sie entwickeln sich schon bei den Allerkleinsten.“ Die Vorschulzeit sei vielmehr die Phase, in der diese Fähigkeiten noch einmal gezielt vertieft werden – insbesondere mit Blick auf den Übergang in die Schule. Im Alltag zeigt sich das in kleinen, wirksamen Ritualen und Übungen: mit Gefühls-Check-ins am Morgen, positiven Affirmationen im Morgenkreis, bewussten Atemübungen in hektischen Situationen oder achtsamen Sinneserfahrungen im Tagesablauf. Auch Bilderbücher über Gefühle, Rollenspiele, kindgerechte Anti-Mobbing-Impulse oder spielerische Yoga- und Entspannungseinheiten helfen Kindern dabei, einen eigenen inneren Werkzeugkasten für herausfordernde Situationen zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei eine klare Botschaft: Alle Gefühle sind richtig und wichtig. Kinder sollen lernen, ihre Gefühle wahrzunehmen, zu benennen und mit ihnen umzugehen – und gleichzeitig erfahren, dass sie mit ihren Unsicherheiten nicht allein sind.
Stabilität für den Schulstart
Gerade der Übergang von der Kita in die Grundschule ist für viele Kinder eine sensible Phase. Neue Regeln, neue Bezugspersonen, neue Gruppen und neue Erwartungen können schnell zu Stress führen. Aus Sicht von Hannah Franz hilft in dieser Situation emotionale Stabilität oft mehr als ein früher Wissensvorsprung. Kinder, die gelernt haben, mit Frust umzugehen, Hilfe zu holen, ihre Bedürfnisse auszudrücken und sich in Gruppen zurechtzufinden, bringen eine wichtige innere Sicherheit mit. Diese erleichtert nicht nur den Schulstart, sondern stärkt sie auch langfristig für neue und herausfordernde Situationen. Mentale Fitness ist für Franz deshalb kein weiches Zusatztopic, sondern eine konkrete Voraussetzung dafür, dass Kinder Übergänge gut bewältigen und mit Freude weiterlernen können.
Auch Fachkräfte brauchen Unterstützung
Neben den Kindern rückt Hannah Franz bewusst auch die pädagogischen Fachkräfte in den Fokus. Denn für sie ist deren psychische Gesundheit eine wesentliche Voraussetzung für gute pädagogische Arbeit. „Pädagogische Arbeit ist hochintensiv und beziehungsorientiert. Wenn Fachkräfte dauerhaft erschöpft sind, können sie den Kindern nicht die Ruhe und Sicherheit geben, die diese für ihre Entwicklung brauchen“, sagt sie. In ihrer Funktion als pädagogische Multiplikatorin begleitet Franz Teams mit Workshops, praxisnahen Impulsen und konkreter Unterstützung im Alltag. Ziel ist es nicht, zusätzliche Anforderungen aufzubauen, sondern Entlastung zu schaffen: durch alltagstaugliche Methoden, gesunde Kommunikationsstrukturen im Team und eine Haltung, die Fachkräfte stärkt, statt sie zusätzlich unter Druck zu setzen. Für Franz ist Selbstfürsorge deshalb kein Nebenaspekt, sondern Grundlage professioneller pädagogischer Arbeit. Denn Kinder regulieren sich nicht allein – sie brauchen Erwachsene, die ihnen Sicherheit geben und in belastenden Momenten Orientierung vermitteln können.
Impuls für die Kita der Zukunft
Mit ihrer Arbeit setzt Hannah Franz bei KMK kinderzimmer einen Impuls, der über die eigene Organisation hinausweist. Achtsamkeit, mentale Gesundheit und sozial-emotionale Entwicklung versteht der Träger nicht als ergänzendes Extra, sondern als festen Bestandteil pädagogischer Qualität. Für Hannah Franz ist das auch eine Frage gesellschaftlicher Verantwortung. Wenn Kitas Kinder früh in ihrer Resilienz stärken und Fachkräfte in ihrer emotional anspruchsvollen Arbeit unterstützen, profitieren davon nicht nur die einzelnen Einrichtungen, sondern Familien, Bildungssystem und Gesellschaft insgesamt.
Ihre Vision ist eine Vorschule der Zukunft, die Kindern mehr mitgibt als reine Schulvorbereitung: einen sicheren Ort, an dem sie Selbstvertrauen, Empathie, Resilienz und Orientierung entwickeln können. Oder, wie Hannah Franz es formuliert: „Wir sollten Kinder nicht nur auf das Funktionieren in der Schule vorbereiten, sondern sie dabei begleiten, zu starken, empathischen und selbstbewussten Menschen zu werden.“

